Breguet Marine 5517 und 5527: sechs neue Varianten in Weißgold, Roségold und Titan mit Quai-de-l’Horloge-Guilloché und historischen Wurzeln.

In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf die neue, auf 200 Exemplare limitierte Ausführung der Vacheron Constantin Overseas Ewiger Kalender Extra-Flach, die nun anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Overseas-Kollektion vorgestellt wird. Das Modell zählt zu den flachsten Armbanduhren mit ewigem Kalender, die derzeit erhältlich sind. Technisch bleibt es gegenüber der dritten und bis heute aktuellen Generation der Overseas-Kollektion, die erstmals 2016 vorgestellt wurde, unverändert. Den Unterschied macht die neue Zifferblattgestaltung in Azurblau in Kombination mit einem Weißgoldgehäuse – eine zuvor noch nicht gefertigte Kombination.
Im Spitzenmodell der „Overseas“-Kollektion fügt Vacheron Constantin das 2,45 Millimeter hohe Automatikkaliber 1120, dessen Konstruktion ursprünglich auf das von Jaeger-LeCoultre entwickelte Kaliber 920 zurückgeht, mit einem extraflachen ewigen Vollkalender zum Manufakturkaliber 1120 QP/1 zusammen. Obwohl dieses den ewigen Vollkalender zudem mit einer Mondphasenanzeige kombiniert, misst das aus 276 Komponenten bestehende Uhrwerk lediglich 4,05 mm in der Höhe, was das schlanke Gehäuseprofil der Uhr – dazu gleich mehr – überhaupt erst ermöglicht. Die Gangreserve von 40 Stunden und die Frequenz von 2,75 Hertz wirken aus heutiger Sicht vergleichsweise zurückhaltend – vermutlich auch deshalb, weil die ultraflache Bauweise die Dimensionierung des Federhauses begrenzt.
Als ewiger Kalender zeigt das Kalenderwerk der Uhr nicht nur Datum, Wochentag, Monat und Schaltjahr an. Der Mechanismus berücksichtigt automatisch die unterschiedlichen Monatslängen mit 28, 30 und 31 Tagen und fügt alle vier Jahre den 29. Februar ein. Lediglich in vollen Jahrhundertjahren, in denen das Schaltjahr nach den Regeln des gregorianischen Kalenders entfällt, ist eine manuelle Korrektur erforderlich. Entsprechend muss das Datum am 1. März der Jahre 2100, 2200 und 2300 jeweils um einen Tag vorgestellt werden.
Dreht man die Uhr um und blickt durch den Saphirglasboden, sieht man, dass das Werk über eine anspruchsvolle Architektur und eine sorgfältige Finissierung verfügt, die durch ein besonderes Detail bestätigt wird: die Genfer Punze, die als eine der prestigeträchtigsten Zertifizierungen der Schweizer Uhrmacherei gilt.
Eingeführt im Kanton Genf im Jahr 1886 als gesetzlich geschütztes Qualitätssiegel, galt die Genfer Punze als Reaktion auf die steigende Konkurrenz und Qualitätsbedenken sowie als Mittel, um einen Missbrauch der Herkunftsbezeichnung »Made in Geneva« durch Trittbrettfahrer zu verhindern. Die Genfer Punze schreibt strenge Qualitätsanforderungen vor, die von Genfer Uhrwerken erfüllt werden müssen, um das Siegel tragen zu dürfen: darunter insbesondere, dass das Uhrwerk im Kanton Genf von einem Unternehmen hergestellt, montiert und reguliert worden sein muss und eine Ganggenauigkeit von unter einer Minute Abweichung pro Tag über sieben Tage gewährleistet sein muss.
Jedoch schreibt das Siegel nicht nur konkrete funktionale, sondern darüber hinaus auch ästhetische Anforderungen vor, zu denen insbesondere die Oberflächenveredelung des Uhrwerkes gehört. Demnach müssen alle sichtbaren Flächen von Brücken und Platinen mit spezifischen Dekorationsarten versehen sein. Diesem Kriterium folgend, ist auch das Manufakturkaliber 1120 QP/1 aufwendig verziert: Die Brücken sind mit Genfer Streifen-Dekor versehen und ihre Kanten abgeschrägt und anschließend poliert (angliert).
Zudem ist die Hauptplatine mit einem Perlschliff überzogen, während die sichtbaren Kalenderkomponenten wie Zahnräder oder Schraubenköpfe vertikal oder kreisförmig satiniert sind. Ergänzt wird dies durch die Schwungmasse aus 22-karätigem Gold mit der Gravur einer Windrose. Die Vergabe und Überwachung der Genfer Punze erfolgt durch die 2012 eigens gegründete Stiftung Timelab, die in Genf die Einhaltung der Maßstäbe kontrolliert.
Wie der Name bereits verrät, misst die Vacheron Constantin Overseas Ewiger Kalender Extra-Flach lediglich 8,1 Millimeter in der Höhe, die durch das lediglich 4,05 Millimeter hohe Uhrwerk ermöglicht wird. Damit unterbietet sie die naheliegende Konkurrenz: den Nautilus Perpetual Calendar von Patek Philippe mit 8,42 Millimetern sowie den jüngst überarbeiteten Royal Oak Selfwinding Perpetual Calendar von Audemars Piguet mit 9,4 Millimetern. Gleichzeitig bietet sie eine Wasserdichtigkeit bis circa 50 Meter (5 bar).
Mit einem Gehäusedurchmesser von 41,5 Millimetern fällt die Vacheron Constantin Overseas Ewiger Kalender Extra-Flach auf dem Papier vergleichsweise groß aus. Durch das integrierte Armband trägt sie sich jedoch schlanker, als es die Abmessungen vermuten lassen. Gestalterisch bewegen wir uns klar im bekannten Overseas-Design: mit dem tonnenförmigen Gehäuse und der charakteristischen, von einem Malteserkreuz inspirierten, gekerbten Lünette mit Hochglanzpolitur.
Das satinierte Gehäuse der neuen Vacheron Constantin Overseas Ewiger Kalender Extra-Flach wird mit einem ebenfalls satinierten sowie integrierten Armband aus 18-karätigem Weißgold kombiniert. Dank des Schnellwechselsystems lässt sich das Weißgoldarmband unkompliziert gegen eines der zwei mitgelieferten Kautschukarmbänder – ein zweites Armband aus weißem Kautschuk und ein drittes Armband aus denimblauem Kautschuk – austauschen. Dadurch lässt sich das Modell in seiner Erscheinung deutlich variieren.
Eine besondere Stärke dieser Uhr, die uns zur wesentlichen Neuerung des Modells führt, liegt darin, die komplexen Kalenderinformationen vergleichsweise übersichtlich und intuitiv auf dem Zifferblatt darzustellen. Die neue Overseas Ewiger Kalender extra-flach zeichnet sich durch eine neue Zifferblattfarbe aus, bei der es sich um ein helleres, weniger gesättigtes Azurblau handelt. Das Datum befindet sich bei 3 Uhr, die Mondphasenanzeige bei 6 Uhr, der Wochentag bei 9 Uhr und die 48-Monats-Anzeige einschließlich der Schaltjahresanzeige bei 12 Uhr.
Sowohl das Zifferblatt als auch die Mondphasenanzeige der neuen Vacheron Constantin Overseas Ewiger Kalender Extra-Flach sind Ton in Ton in einem azurblauen Farbton gehalten, der mit dem Gehäuse harmoniert. Dazu kommen Stunden-, Minuten- und Totalisatorenzeiger sowie applizierte Indizes aus 18-karätigem Weißgold. Zudem setzen hellblaue Fünf-Minuten-Markierungen auf dem Rehaut sowie innerhalb der Schaltjahresanzeige einen gezielten farblichen Akzent, ohne das Farbschema der Uhr zu durchbrechen. Nicht zuletzt sind die Stunden- und Minutenzeiger sowie Stundenindizes mit blauer Super-LumiNova-Leuchtbeschichtung überzogen, um auch bei dunklen Lichtverhältnissen die Ablesbarkeit zu ermöglichen.
Die neue Vacheron Constantin Overseas Ewiger Kalender Extra-Flach mit azurblauem Zifferblatt ist auf 200 Exemplare limitiert und kostet 140.000 Euro.
Vacheron Constantin
Overseas Ewiger Kalender Extra-Flach
4300V/220G-H119
18-karätiges Weißgold
Durchmesser: 41,5 mm
Höhe: 8,1 mm
5 bar (ca. 50 Meter)
Azurblau lackiert
Armband aus 18-karätigem Weißgold, zweites Armband aus weißem Kautschuk und drittes Armband aus denimblauem Kautschuk
1120 QP/1
Mechanisch, Automatikaufzug
Ca. 40 Stunden Gangreserve
2,75 Hz (19.800 Halbschwingungen pro Stunde)
Stunden und Minuten, Ewiger Kalender (Datum, Wochentag, Monat, Schaltjahr), Mondphasen
140.000 Euro