Die Sinn EZM 19 wurde für die Stabsarbeit entwickelt und kombiniert Zeitmanagement, robuste Technik und klare Orientierung im Einsatz.

Mit neuen Ausführungen der Marine 5517 und Marine Chronographe 5527 setzt Breguet die jüngste Entwicklung seiner 1990 eingeführten Sportuhrenkollektion fort. Je drei Varianten in Weißgold, Roségold und Titan kombinieren die bekannte Architektur der beiden Modelle mit neuen Zifferblattfarben und dem „Quai de l’Horloge“-Guilloché.
Die Breguet Marine-Kollektion hat ihre Wurzeln in einem Abschnitt von Breguets Unternehmensgeschichte, der spätestens Ende des 18. Jahrhunderts seinen Anfang nahm: Hierbei konzipierte Abraham-Louis Breguet seine Uhren als wissenschaftliche Instrumente, die mit ihren qualitativen Standards den Anforderungen entsprachen, die zu jener Zeit insbesondere in Sachen Präzision, Zuverlässigkeit und Ablesbarkeit gefragt waren.
Damit zog Breguet bald auch die Begehrlichkeiten des Hofs auf sich – und so kam es, dass Louis XVIII., der nach dem Sturz Napoleons I. den Thron bestieg, ihn am 27. Oktober 1815 zum Uhrmacher der französischen Königlichen Marine ernannte, nachdem Breguet bereits im Jahr 1814 durch ein königliches Dekret zum Mitglied des 1795 gegründeten französischen Bureau des Longitudes (Längenausschusses) ernannt worden war.
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Der Titel Uhrmacher der königlichen Marine (Horloger de la Marine Royale) galt in mehrfacher Hinsicht als bedeutend: Der Titel wurde auf Lebenszeit vergeben und war an die Person und somit direkt an Abraham-Louis Breguet selbst gebunden, nicht an dessen Manufaktur. Erst beim Rücktritt oder Tod des Trägers wurde der Titel weitergegeben. Breguet selbst folgte auf den Uhrmacher neuenburgischer Herkunft Louis Berthoud, der 1813 verstarb und der wiederum 1802 die Nachfolge seines altersbedingt zurückgetretenen Onkels Ferdinand Berthoud angetreten hatte. Der Horloger-mécanicien de la Marine (der königliche Uhrmacher-Mechaniker der Marine), um den exakten Titel zu nutzen, wurde zum Stamm-, jedoch nicht zum alleinigen Lieferanten der Marine.
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Nachdem Breguet zum offiziellen Uhrmacher der französischen Königlichen Marine ernannt worden war, sollten seine Chronometer schon bald Navigatoren und Entdecker auf einigen bedeutenden Expeditionen begleiten. So begleitete die Uhr Nummer 3502 den Seefahrer Louis Le Goarant de Tromelin bei seinen Erkundungen des Pazifiks, bei denen er vermutlich mehrere Inseln, darunter Rawaki (Phoenixinseln) und auch Fais (Karolinen), entdeckt haben soll. Die Marineuhr Nr. 3588 begleitete den Marineoffizier Hyacinthe de Bougainville (1781–1846) auf dessen Fregatte Thétis von März 1824 bis Juni 1826 bei seiner Expedition rund um die Erde.
1/33rd-scale model of the 74-gun Achille” © Rama / Wikimedia Commons, licensed under CC BY-SA 3.0 FR
Die Breguet-Marineuhr Nr. 2868 war für Louis de Freycinet (1779–1842) bestimmt, den sie auf seiner Weltreise von 1817 bis 1820 unterstützte. Nicht zuletzt wurde die als Regulator bezeichnete Breguet-Uhr Nr. 4367 dem Marineministerium am 21. Mai 1838 „für eine Expedition an den Pol verkauft, mit zwei Kästen aus Mahagoni, zwei Kästen aus Nussbaum und einem aus Tannenholz als Verpackung“. Sie war für die letzte Expedition von Jules Dumont d’Urville (1790–1842) bestimmt und das allererste Zeitmessinstrument, das im Januar 1840 die Antarktis erreichte.
Laut Breguet belegen die Geschäftsbücher, dass die Manufaktur zwischen 1815 und 1823 – dem Todesjahr von Abraham-Louis Breguet – insgesamt 78 Zeitmesser auslieferte, die als Marineuhren oder Marine-Standuhren bezeichnet wurden. Davon waren lediglich 22 für die königliche Marine bestimmt. Weitere 29 Exemplare wurden über Vertreter verkauft, die Breguet in den wichtigsten Hafenstädten ausgewählt hatte.
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Die heutige Marine-Kollektion, die im Jahr 1990 ins Leben gerufen wurde, knüpft an diese historische Verbindung zur Seefahrt an und überführt sie in zeitgemäße Armbanduhren, bei denen Robustheit, technische Leistungsfähigkeit und Gestaltung im Mittelpunkt stehen.
Das erste Modell der Marine-Kollektion wurde einst vom ostdeutschen Designer Jörg Hysek entworfen, der insbesondere für seine Arbeit an der Vacheron Constantin 222 bekannt ist. Um mit der Marine die erste Sportuhr der Marke zu realisieren, lieh er sich historisierende Elemente der Classique-Linie wie ein im Zentrum guillochiertes Goldzifferblatt, einen separaten Stundenring mit römischen Ziffern, die Breguet-Zeiger mit ihrer durchbrochenen Pomme-Spitze sowie den fein geriffelten, kannelierten Mittelteil des runden Gehäuses, ergänzte sie jedoch um Elemente wie ein größeres Gehäuse, eine markante, von einem Kronenschutz eingefasste Krone sowie eine stärker ausgeformte Lünette.
Hysek erschuf mit der ersten Marine von 1990 also keine vollständig neue Designsprache – vielmehr war sie im Kern eine Neuinterpretation etablierter Breguet-Codes im Format einer robusteren, sportlicheren Armbanduhr.
In ihrer Konstruktion folgen alle drei neuen Breguet Marine 5517 Ausführungen demselben Grundkonzept: Sie teilen sich das Uhrwerk, die Gehäusemaße sowie die grundsätzliche Anordnung der Anzeigen auf dem Zifferblatt. Somit werden sie alle vom aus 235 Komponenten bestehenden Kaliber 777A angetrieben, das eine Gangreserve von 55 Stunden bietet und mit einer Frequenz von 4 Hz (28.800 Halbschwingungen pro Stunde) arbeitet. Aufgezogen wird das Uhrwerk von einer durch den Saphirglasboden sichtbaren Schwungmasse aus Gold, die im Stil eines Steuerrads gestaltet ist.
Das Gehäuse der drei neuen Breguet Marine 5517 Ausführungen ist mit den klassischen Kannelüren an den Gehäuseflanken gestaltet, misst 40 mm im Durchmesser und 11,50 mm in der Höhe und ist bis 10 bar (100 Meter) wasserdicht. Die verschraubte Aufzugskrone ist zudem von einem Kronenschutz umgeben, der an die Bewegung der Wellen erinnert.
Den Zifferblättern der Breguet Marine 5517 Neuheiten liegt eine Basis aus 18-karätigem Gold zugrunde, die mit dem von Hand guillochierten Muster „Quai de l’Horloge“ versehen ist. Breguet stellte dieses anlässlich des 250-jährigen Bestehens der Manufaktur vor. Benannt ist es nach dem Quai de l’Horloge auf der Île de la Cité in Paris, wo Abraham-Louis Breguet seine Manufaktur betrieb und auch seine Marinechronometer fertigte. Die Linienführung des Musters greift die Konturen der Île de la Cité und der benachbarten Île Saint-Louis auf und erinnert zugleich an die Bewegung von Wellen. Damit vereint die Guillochierung zwei Bezüge zur Geschichte der Marine-Kollektion.
Je nach Ausführung wird die Goldbasis anschließend unterschiedlich behandelt und eingefärbt, bevor eine abschließende Lackschicht die räumliche Wirkung des Musters verstärkt. Allen Versionen gemeinsam sind zudem ein Stundenring mit arabischen Breguet-Ziffern, ein Datumsfenster bei 6 Uhr sowie mit Leuchtmasse versehene Breguet-Stunden- und Minutenzeiger.
Unterschiede ergeben sich dagegen bei der Farb- und Materialauswahl, durch die die drei Ausführungen der neuen Breguet Marine 5517 einen jeweils eigenen Charakter erhalten. Die Weißgoldversion (Ref. 5517BB/YA/5ZU mit Kautschukarmband und Ref. 5517BB/YA/BZ0 mit Weißgoldband) erhält ein eisblaues Zifferblatt, einen rhodinierten Stundenring sowie arabische Ziffern, Zeiger und die Einfassung des Datumsfensters aus gebläutem 18-karätigem Gold.
Der Roségoldausführung (Ref. 5517BR/99/5ZU mit Kautschukarmband und Ref. 5517BR/99/RZ0 mit Roségoldband) wurden ein schwarzes Zifferblatt sowie ein schwarzer Stundenring mit arabischen Ziffern, Zeigern und der Einfassung des Datumsfensters aus 18-karätigem Roségold verliehen.
Nicht zuletzt setzt die Titanversion (Ref. 5517TI/Y9/5ZU mit Kautschukarmband und Ref. 5517/Y9/TZ0 mit Titanband) auf ein Zifferblatt mit blauem Farbverlauf, einen blauen Stundenring sowie arabische Ziffern, Zeiger und die Einfassung des Datumsfensters aus 18-karätigem Roségold.
In ihren technischen Grundlagen liegen die drei neuen Ausführungen der Marine Chronographe 5527 eng beieinander. Sie teilen sich das Uhrwerk, die Gehäuseabmessungen sowie die grundsätzliche Anordnung der Anzeigen auf dem Zifferblatt.
Im Inneren arbeitet bei allen Varianten der neuen Breguet Marine Chronographe 5527 das automatische Kaliber 582QA, das aus 343 Komponenten besteht und über eine Flyback-Chronographenfunktion verfügt. Es bietet eine Gangreserve von 48 Stunden und arbeitet mit einer Frequenz von 4 Hz beziehungsweise 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Sowohl die Spiralfeder als auch die umgekehrte Ankerhemmung bestehen aus Silizium. Durch den Saphirglasboden lässt sich zudem die goldene Schwungmasse betrachten, deren Gestaltung an ein Steuerrad angelehnt ist.
Auch die Gehäusekonstruktion der neuen Breguet Marine Chronographe 5527 Modelle fällt bei allen drei Versionen weitgehend identisch aus. Der Durchmesser beträgt 42,3 mm, die Länge von Bandanstoß zu Bandanstoß 50,7 mm. Die Gehäusehöhe liegt bei den Goldversionen bei 13,9 mm und bei der Titanvariante bei 13,85 mm. Hinzu kommen die für Breguet typischen Kannelüren an den Gehäuseflanken, eine verschraubte Aufzugskrone sowie eine Wasserdichtigkeit bis 10 bar beziehungsweise 100 Meter.
Wie schon bei der Breguet Marine 5517 besteht auch das Zifferblatt der Chronographen aus 18-karätigem Gold und trägt das von Hand guillochierte „Quai de l’Horloge“-Motiv. Die Chronographenarchitektur unterscheidet sich jedoch deutlich von der Dreizeiger-Version: Bei 3 Uhr befindet sich ein 30-Minuten-Zähler, während bei 9 Uhr die kleine Sekunde und bei 6 Uhr das Datumsfenster angeordnet sind. Die Chronographensekunde wird über den zentralen Chronographenzeiger angezeigt. Ergänzt wird die Anzeige durch arabische Breguet-Ziffern sowie mit Leuchtmasse versehene Breguet-Stunden- und Minutenzeiger.
Erst bei der Material- und Farbwahl gehen die drei Ausführungen unterschiedliche Wege. Die Weißgoldversion (Ref. 5527BB/YA/5WV mit Kautschukarmband und Ref. 5527BB/YA/BW0 mit Weißgoldband) kombiniert ihr Gehäuse aus 18-karätigem Weißgold mit einem Zifferblatt in blauem Farbverlauf. Dazu kommen ein rhodinierter Stundenring sowie grau veredelte Elemente aus 18-karätigem Gold für die arabischen Breguet-Ziffern, das Datumsfenster, die Breguet-Applikation und die Stunden- und Minutenzeiger. Der zentrale Chronographenzeiger besteht ebenfalls aus getöntem 18-karätigem Gold.
Bei der Roségoldausführung (Ref. 5527BR/Y9/5WV mit Kautschukarmband und Ref. 5527BR/Y9/RW0 mit Roségoldband) trifft das Gehäuse aus 18-karätigem Roségold ebenfalls auf ein Zifferblatt mit blauem Farbverlauf. Der Stundenring ist hier in einem dunklen Blau gehalten, während die arabischen Breguet-Ziffern, der Rahmen des Datumsfensters, die Breguet-Applikation sowie die Stunden- und Minutenzeiger aus 18-karätigem Roségold bestehen. Auch der zentrale Sekundenzeiger ist roségoldfarben ausgeführt.
Die Titanversion (Ref. 5527TI/GA/5WV mit Kautschukarmband und Ref. 5527TI/GA/TW0 mit Titanband) setzt sich davon durch ein Zifferblatt mit grauem Farbverlauf ab. Dieses wird mit einem rhodinierten Stundenring kombiniert. Die arabischen Breguet-Ziffern, der Rahmen des Datumsfensters, die Breguet-Signatur, die Stunden- und Minutenzeiger sowie der Chronographenzeiger bestehen aus getöntem 18-karätigem Gold.
Preislich beginnen die neuen Modelle der Marine 5517 bei 23.300 Euro für die Titanversion mit Kautschukarmband beziehungsweise 26.400 Euro mit Titanband. Die Ausführungen in Weiß- und Roségold kosten jeweils 43.000 Euro mit Kautschukarmband und 70.600 Euro mit Goldband.
Bei der Marine Chronographe 5527 liegt die Titanversion bei 29.100 Euro mit Kautschukarmband und 32.300 Euro mit Titanband. Für die Varianten in Weiß- und Roségold werden jeweils 52.300 Euro mit Kautschukarmband beziehungsweise 82.600 Euro mit Goldband aufgerufen.