Zum 100-jährigen Bestehen seiner historischen Boutique „Orologeria Svizzera“ an der Piazza San Giovanni in Florenz präsentiert Panerai zwei neue Luminor Firenze 8 Giorni. Die PAM01734 und PAM01794 greifen dabei zentrale Gestaltungselemente aus der Geschichte der Marke auf und verbinden sie mit zwei unterschiedlichen Gehäuse- und Zifferblattvarianten.

Warum die Florentiner Boutique für Panerai so bedeutend ist

Den Anfang der Geschichte von Panerai markiert das Jahr 1860, als Giovanni Panerai sein erstes Uhrengeschäft mit Werkstatt und Uhrmacherschule an der historischen Brücke Ponte alle Grazie gründete. Doch nach der Zerstörung der Brücke sollte das Geschäft von 1865 bis 1871 – eine Zeit, in der Florenz die Hauptstadt des Königreichs Italien war – mehrmals innerhalb des Stadtzentrums umziehen, bevor es im Jahr 1926 schlussendlich seinen festen Sitz an der Piazza San Giovanni, im Herzen der Stadt, fand.

Unter dem Namen „Orologeria Svizzera“ eröffnet, beherbergte die Florentiner Boutique nicht nur das Verkaufsgeschäft: Zudem war in ihr eine Werkstatt eingerichtet, in der Uhrmacher die dort angebotenen Uhren montieren und reparieren konnten. Gleichzeitig legte die Boutique einen wesentlichen Grundstein für die Uhrenmarke Panerai selbst, da sich Giuseppe Panerai hierbei Einblicke in die technischen Lösungen der verschiedenen in der Boutique geführten Uhrenmarken verschaffte.

Ab den 1910er-Jahren fertigte das Unternehmen erste Präzisionsinstrumente, bevor 1935 mit der Referenz 2533 der erste Taucheruhren-Prototyp mit lumineszierendem Radiomir-Zifferblatt entstand. Über Jahrzehnte blieb Panerai ein geheimer Lieferant militärischer Einsatzuhren und Instrumente; erst im Jahr 1993 wurden zentrale technische Merkmale wie hohe Leuchtkraft, Wasserdichtigkeit, lange Gangreserve und robuste Konstruktion mit den ersten für den zivilen Markt bestimmten Panerai-Modellen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht – darunter die erste 44-mm-Luminor, deren prägnante Erscheinung und Kronenschutzbrücke heute besonders mit Panerai in Verbindung gebracht werden.

Damit begann ein neues Kapitel für Panerai: Fortan wurden auch die Zeitmesser von Panerai selbst in der eigenen Boutique angeboten. Nach der Übernahme der Marke durch den Luxusgüterkonzern Richemont mit Sitz in Bellevue im Kanton Genf im Jahr 1997 wurden die Räumlichkeiten der Boutique „Orologeria Svizzera“ renoviert und 2001 als erste Panerai-Boutique wiedereröffnet. Dadurch sind einige Elemente aus dem frühen 20. Jahrhundert – darunter die originalen Holzschaufenster unter dem „OROLOGERIA“-Schild – bis heute erhalten geblieben.

Zur Feier des 100-jährigen Bestehens der ursprünglichen Florentiner Boutique, die 1926 erstmals unter dem Namen „Orologeria Svizzera“ an der Piazza San Giovanni ihre Türen öffnete, präsentiert Panerai zwei Zeitmesser: die Luminor Firenze 8 Giorni PAM01734 mit grünem Zifferblatt und die Luminor Firenze 8 Giorni PAM01794 mit schwarzem Zifferblatt. Beide Neuheiten schauen wir uns nun im Detail an.

Die Zifferblätter der beiden Panerai Luminor Firenze 8 Giorni Neuheiten

Als zentrale Inspirationsquelle für die Neuheiten PAM01734 und PAM01794 diente ein seltener, von Panerai authentifizierter Prototyp – eine Variation der Referenz 6152/1 aus den 1960er-Jahren –, der die Inschrift „Panerai Firenze“ auf dem Zifferblatt trägt. Demnach fügte man auch bei den Neuheiten auf 12 Uhr dieselbe Inschrift ein.

Beide Zifferblätter zeigen eine Gestaltung, die sich nur auf das Wesentliche konzentriert: Ohne Datumsanzeige oder andere Zusatzfunktionen stellen hier lediglich ausgeschnittene und mit grünem Super-LumiNova überzogene Ziffern und Stundenmarkierungen in Sandwich-Bauweise sowie ebenfalls mit Super-LumiNova überzogene Bleistiftzeiger die Zeitanzeige sicher. Das Zifferblatt selbst wird aus einem Messingrohling gefertigt und anschließend mit einem Kreisschliff versehen. Dabei wird mittels schrittweisen Drehens des Zifferblatts unter einer Bürste ein konzentrisch verlaufendes Muster erzeugt, das dem fertigen Zifferblatt reflektierende Eigenschaften verleiht.

Während die PAM01734 ein grünes Sandwich-Zifferblatt mit Zeigern im Goldeffekt kombiniert, zeigt die PAM01794 ein schwarzes Zifferblatt, ergänzt durch blaue Zeiger. Dieses Detail soll ebenfalls an historische Panerai-Referenzen erinnern, bei denen gebläute Zeiger die Korrosionsbeständigkeit und Ablesbarkeit verbesserten. Heute wird der blaue Farbton durch einen Oxidationsprozess bei rund 300 °C erzeugt.

Die Gehäuse der beiden Panerai Luminor Firenze 8 Giorni Neuheiten

Die beiden Luminor Firenze 8 Giorni Neuheiten verkleinern das 47-mm-Gehäuse des als Inspirationsquelle dienenden Prototyps der Referenz 6152/1 auf ein kompakteres 44-mm-Format. Die PAM01794 umschließt ihr schwarzes Zifferblatt mit einem Stahlgehäuse, während die PAM01734 mit ihrem grünen Zifferblatt auf ein Gehäuse aus Platinumtech setzt. Diese patentierte Legierung besteht aus 95 Prozent reinem Platin und ist laut Panerai dank eines Behandlungsverfahrens um 85 Prozent härter als herkömmliches Platin. Zudem verleiht die Legierung der Uhr auch ein spürbares Gewicht am Handgelenk, da sie rund 33 Prozent schwerer als 18-Karat-Gold ist.

Beide Neuheiten verfügen zudem über ein leicht gewölbtes Saphirglas, das optisch an das bei Luminor-Uhren der 1960er-Jahre verwendete Perspex erinnert. Zudem verweist auf den Gehäuseböden beider Uhren der Schriftzug „Officine Panerai Firenze“ auf die Entstehung der Uhr in Panerais Florentiner Werkstatt. Die PAM01734 verfügt über einen transparenten Gehäuseboden aus Saphirglas und ist bis 10 bar (100 Meter) wasserdicht. Da der Gehäuseboden der PAM01794 geschlossen ist, erreicht die Uhr eine Wasserdichtigkeit von 30 bar (300 Metern). Überprüft werden diese Werte in Panerais Laboratorium durch verschiedene Tests – darunter Vakuumtests und Wasserdrucktests –, die die Wasserdichtigkeit mit einem Sicherheitsfaktor von 25 Prozent überprüfen. Des Weiteren ist der geschlossene, satinierte Stahlboden der PAM01794 ist mit einer Darstellung der historischen Panerai-Boutique in Florenz graviert.

Das Uhrwerk der beiden Panerai Luminor Firenze 8 Giorni Neuheiten

Panerai stellt seine Uhrwerke und Uhren seit 2002 in seiner Manufaktur im schweizerischen Neuchâtel her. Demnach werden beide Neuheiten vom Manufakturkaliber P.5000 mit Handaufzug und einer Gangreserve von acht Tagen (192 Stunden) angetrieben. Doch wird der Großteil des aus 113 Bauteilen bestehenden und 4,5 mm in der Höhe messenden Uhrwerks durch zwei Platinen verdeckt, die lediglich den Unruhkloben und ein Zwischenrad sichtbar belassen.

Die Unruh des Kalibers schwingt mit einer Frequenz von 3 Hz, was 21.600 Halbschwingungen pro Stunde entspricht. Zur präziseren Feinregulierung verfügt die Unruh mit variablem Trägheitsmoment über kleine Regulierschrauben auf dem Unruhreif, während die durchgehende Unruhbrücke die chronometrische Stabilität erhöht. Die horizontale Satinierung der Platinen, blaue Schriftgravuren und rote Lagersteine runden die Kaliberästhetik ab.

Armbandoptionen und Verfügbarkeit der Panerai Luminor Firenze 8 Giorni Neuheiten

Als Verweis auf die Florentiner Wurzeln der Marke tragen die Armbänder aus toskanischem Kalbsleder ein geprägtes Muster der Florentiner Lilie. Die PAM01734 wird mit einem schwarzen Leder- und einem grünen Kautschukarmband geliefert, die PAM01794 mit einem braunen Leder- und einem schwarzen Kautschukarmband.

Die Uhren werden in Schatullen aus lackiertem (PAM01734) beziehungsweise mattem Mahagoniholz (PAM01794) präsentiert. Ein Metallschild auf der Deckelinnenseite zeigt den historischen Eingang der Florentiner Boutique. Unter dem herausnehmbaren Uhreinsatz befinden sich das zweite Armband und die dazugehörigen Werkzeuge.

Die Luminor Firenze 8 Giorni PAM01734 und PAM01794 sind ab September 2026 in den Panerai-Boutiquen erhältlich und auf 100 beziehungsweise 1.000 Exemplare limitiert. Die Luminor 8 Giorni Platinumtech Firenze PAM01734 liegt preislich bei 55.000 Euro, während die Luminor Firenze PAM01794 für 10.700 Euro erhältlich ist.


panerai.com

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