Die Tudor Northflag 2026 kehrt mit GMT-Funktion, Kaliber MT5652-U und Master-Chronometer-Zertifizierung für 4.990 Euro zurück.

Bei „Panerai“ denken viele sicherlich an italienischem Flair und die Submersible – die charakteristische Taucheruhr mit Kronenschutzbrücke. Aber: Panerai kann auch Große Komplikationen. Wir präsentieren einige Highlights der Tüftler aus Neuchâtel.



Mit der Luminor Perpetual Calendar bietet Officine Panerai einen Ewigen Kalender, der die wichtigsten Informationen in den Fokus rückt. Entsprechend findet sich auf der Front nur der Tag und das Datum. Der italienische Schriftzug „Calendario Perpetuo“ enthüllt jedoch die Komplexität im Inneren. Auf der Rückseite offenbaren sich die weiteren Anzeigen. Hier sind durch den Saphirglasboden Monat, Schaltjahr und sogar eine digitale Jahresanzeige zu finden.

Das Gehäuse misst 44 mm und weist das klassische kissenförmige Design der Kollektion auf. Es besteht wahlweise aus den hauseigenen Legierungen Platinumtech oder Goldtech. Das Zifferblatt, gestaltet für Klarheit und Schlichtheit, präsentiert die wesentlichen Elemente – Stunden, Minuten, Tag, Datum. Dazu kommt ein GMT-Zeiger, der eine weitere Zeitzone bietet. Die kleine Sekunde dient dabei zusätzlich als Tag/Nacht-Anzeige.

Das Uhrwerk P.4100, von Panerai in Neuchatel gefertigt, bietet Automatikaufzug per Mikrorotor. Zwei Federhäuser ermöglichen eine Gangreserve von 72 Stunden. Für die Kompetenz der Uhrmacher spricht auch, dass Tag, Datum, Monat und Schaltjahr ohne Werkzeug oder Drücker nur durch Drehen der Krone verstellt werden können. Dies ist sogar am Monatsende und um Mitternacht möglich.
Die Komplikation ist in den Varianten Luminor Calendario Perpetuo Goldtech (PAM0742) und Platinumtech (PAM0715) erhältlich. Außerdem gibt es noch eine Variante mit transparentem Zifferblatt (PAM01269)

Auch die im Jahr 2025 vorgestellte Luminor Perpetual Calendar GMT Platinumtech PAM01575 wird vom Kaliber P.4100 angetrieben. Diese Ausführung des Luminor-Ewigen-Kalenders präsentiert ein 44 Millimeter großes Gehäuse, das aus der speziellen Platinumtech-Legierung mit einem Anteil von 95 Prozent reinem Platin besteht. Das Material weist durch ein besonderes Behandlungsverfahren eine 85 Prozent höhere Härte als herkömmliches Platin auf und bietet dadurch eine gesteigerte Kratzfestigkeit. Ergänzt wird das robuste Gehäuse durch den charakteristischen Kronenschutzbügel sowie ein markantes Zifferblatt aus blauem Saphirglas.
Dieses gewährt einen transparenten Einblick auf die Tages- und Datumsscheiben des Uhrwerks. Der Blauton steht im Kontrast zu den applizierten Leuchtindizes und Zeigern und verweist zugleich auf Panerais maritime Tradition, indem er an die tiefen Farbtöne des Meeres erinnert. Die Stunden-, Minuten- und Kleine-Sekunden-Zeiger sowie die Indizes sind mit Super-LumiNova X2 versehen, die bei Dunkelheit grün leuchtet. Diese weiterentwickelte Leuchtmasse bietet eine höhere Leuchtintensität als ihre Vorgängerversion.
Wie auch schon ihre Vorgängerin zeichnet sich auch dieses Modell dadurch aus, zur Verbesserung der Übersichtlichkeit die Anzeigen auf beide Seiten des Uhrwerks zu verteilen, wodurch das Zifferblatt klarer und reduzierter wirkt. Auf der Vorderseite sind Stunden, Minuten, Wochentag, Datum, ein 12-Stunden-GMT-Zeiger, eine 24-Stunden-GMT-Anzeige bei 9 Uhr, die kleine Sekunde sowie ein Tag-Nacht-Indikator platziert. Dadurch bleibt die für Panerai charakteristische Klarheit und Ablesbarkeit erhalten.
Durch den Saphirglasboden lassen sich weitere Anzeigen wie Monat, Jahr und Schaltjahr ablesen, die zugleich einen Einblick in die Mechanik des Kalibers P.4100, darunter der dezentral angeordnete Mikrorotor aus Gold, der den automatischen Aufzug übernimmt, gewähren.
Für die Liebhaber von akustischem Uhrengenuss gibt es die PAM00600. Die Panerai Komplikation präsentiert eine doppelte Minutenrepetition, welche die Stunden und Minuten für zwei verschiedene Zeitzonen als Tonfolge angibt. Dazu verbauen die Uhrmacher drei Klangfedern und drei Hämmer. Mit einem Drücker in der Krone kann die Repetition auf die Lokal- oder Heimatzeit eingestellt werden und auch manuell ausgelöst werden.



Auf dem skelettierten Zifferblatt befindet sich eine 24-Stunden-Anzeige auf 3 Uhr und eine Kleine Sekunde auf 9 Uhr. Auch hier gibt es noch einen GMT-Zeiger für eine weitere Zeitzone. Das Uhrwerk P.2005/MR integriert zwei Federhäuser und bietet damit eine Gangreserve von 96 Stunden. Eine Anzeige auf der Rückseite gibt die verbleibende Gangdauer in Tagen an. Mit dabei ist auch noch das hauseigene Tourbillon-System mit senkrechter Rotation.

Die Panerai L’Astronomo, das technische Flaggschiff der Italiener, ist eine Hommage an Galileo Galilei. Der Erfinder des Teleskops ist für seine Entdeckungen in der Astronomie bekannt. Entsprechend bietet die Luminor 1950 Tourbillon Moon Phases Equation of Time GMT 50 mm eine Fülle an zölestischen Komplikationen. Im Fokus liegt die Zeitgleichung: Sie gibt die Differenz zwischen der tatsächlichen Zeit (Sonnenzeit) und der allgemein angenommenen Zeit an.

Auf der skelettierten Front befindet sich die Zeitgleichung und die Sonnenauf- und untergangsanzeige. Mit dabei sind Monat, polarisiertes Datum und eine Kleine Sekunde. Als wäre das nicht schon genug, spendiert Panerai auch noch einen GMT-Zeiger. Auf der Rückseite erwartet den Träger währenddessen eine künstlerische Mondphase mit 24-Stunden-Anzeige.

Das Gehäuse misst 50 mm, um der Technik Raum zu geben. Zur Wahl stehen vier Gehäuseausführungen in Titan, Titan DLC, Goldtech und Weißgold. Außerdem können vier verschiedene Zeigertypen gewählt werden.

Das Kaliber P.2005/GLS integriert auch ein Tourbillon, dass die Unruh nicht um ihre Achse, sondern senkrecht zu ihr dreht. Außerdem benötigt es für eine Rotation nur 30 anstatt der üblichen 60 Sekunden. Trotz all der Fülle an Funktionen bietet das Uhrwerk eine Gangreserve von 4 Tagen, was ebenfalls auf der Rückseite visualisiert ist.

Die Panerai Komplikation bietet eine Wasserdichtigkeit von 10 bar oder 100 Metern. Die Uhr wird nur auf Kundenanfrage produziert und gemäß der Koordinaten eines ausgewählten Ortes personalisiert.
Die Panerai Radiomir Tourbillon GMT Bronzo PAM01284 kombiniert ein 45 Millimeter großes Radiomir-Gehäuse aus einer Bronzelegierung aus Kupfer und Zinn mit dem skelettierten Tourbillonwerk Kaliber P.2015/T, das sowohl durch das Saphirglas auf der Vorderseite als auch durch den offenen Gehäuseboden deutlich sichtbar ist. Das 2023 vorgestellte Tourbillonwerk P.2015/T wiegt lediglich 15,30 Gramm und besteht aus 256 Komponenten sowie 27 Lagersteinen. Einen wesentlichen Beitrag zum geringen Gewicht leisten die vollständig aus Titan gefertigten Brücken.
Die Besonderheit des Kalibers liegt in seinem 30-Sekunden-Tourbillon, dessen Konstruktion auf das Laboratorio di Idee – das innerhalb der Panerai-Manufaktur in Neuchâtel angesiedelte Entwicklungslabor – zurückzuführen ist. Hinter diesem Tourbillon steht die Beobachtung, dass gewöhnliche Tourbillon-Vorrichtungen ursprünglich für Taschenuhren entwickelt wurden, die sich überwiegend in vertikaler Position befinden – Panerai hat sein Tourbillon hingegen gezielt für Armbanduhren konstruiert, die am Handgelenk größtenteils horizontal ausgerichtet sind.
Während sich bei einem konventionellen Tourbillon die Einheit aus Unruh und Hemmung in der Regel einmal in 60 Sekunden um ihre eigene Achse dreht, rotiert Panerais 30-Sekunden-Tourbillon einmal in 30 Sekunden um eine Achse, die senkrecht zur Unruh steht. Diese senkrechte Konstruktion soll laut Panerai die Funktion des Tourbillons an die tatsächliche Lage einer Armbanduhr im täglichen Gebrauch anpassen und dadurch eine wirkungsvollere Kompensation von Gangabweichungen ermöglichen, die durch die Schwerkraft verursacht werden.
Die Gangreserve des Handaufzugswerks beträgt bis zu vier Tage und wird von zwei in Reihe geschalteten Federhäusern bereitgestellt. Die verbleibende Gangreserve lässt sich über eine Anzeige auf der Rückseite der Uhr ablesen. Darüber hinaus verfügt die PAM01284 über eine GMT-Funktion zur Anzeige einer zweiten Zeitzone. Diese wird von einem zentralen Pfeilzeiger sowie einer 24-Stunden-Anzeige bei 3 Uhr ergänzt, die zugleich als Tag-Nacht-Indikator dient.
Die Komplikation des Jahreskalenders unterscheidet sich vom ewigen Kalender dadurch, dass er die unterschiedlichen Monatslängen von 30 und 31 Tagen automatisch erkennt und korrekt weiterschaltet, aber den Februar und Schaltjahre nicht vollautomatisch berücksichtigt. Deshalb benötigt der Jahreskalender nur im Frühjahr – genauer gesagt am Ende des Februars – eine manuelle Korrektur, da er den Wechsel auf den 1. März nicht selbst steuert. Der ewige Kalender erkennt dagegen auch den 28. bzw. 29. Februar und Schaltjahre bis zum Jahr 2100 selbstständig und ganz ohne manuelle Eingriffe.
Dem Konzept des Jahreskalenders folgend, präsentierte Panerai im Jahr 2023 die Radiomir Annual Calendar PAM01364, die in einem 45 mm im Durchmesser messenden Platinumtech-Gehäuse untergebracht ist. Ihr grünes Zifferblatt ist so ausgelegt, dass sämtliche relevanten Informationen übersichtlich dargestellt werden. Datum und Wochentag erscheinen bei 3 Uhr in zwei separaten Zifferblattöffnungen. Der aktuelle Monat wird auf einer außenliegenden, beweglichen Scheibe angezeigt, auf die ein feststehender Pfeil bei 3 Uhr weist.
Angetrieben wird der Jahreskalender vom aus 316 Komponenten bestehenden automatischen Kaliber P.9010/AC, das 7,90 mm in der Höhe misst, dank zwei Federhäusern eine Gangreserve von 3 Tagen bietet und mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde arbeitet. Bei jedem Monatswechsel sorgt eine Nocke innerhalb des Uhrwerks dafür, dass sich die außenliegende und bewegliche Scheibe in einem einzigen Schritt weiterdreht und die Anzeige augenblicklich anpasst.