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Zum 30-jährigen Bestehen der Chopard Manufacture in Fleurier kehrt der L.U.C 1963 Heritage Regulator in Weißgold und mit neu geordnetem Zifferblatt zurück. Im Inneren arbeitet weiterhin das außergewöhnlich ausdauernde, doppelt zertifizierte Handaufzugskaliber L.U.C 98.02-L.
Interessant ist die Heritage Regulator vor allem deshalb, weil Chopard ein lange nicht mehr aufgegriffenes Konzept der L.U.C-Kollektion in überarbeiteter Form zurückbringt. Aus dem 43 Millimeter großen Roségoldmodell von 2015 wird eine Weißgolduhr mit 40 Millimetern Durchmesser. Chopard behält das bewährte Kaliber bei, ordnet das Zifferblatt jedoch neu und verkleinert das Gehäuse. Die Überarbeitung konzentriert sich also klar auf ausgewogenere Proportionen und eine übersichtlichere Anzeige.
Die Neuauflage erscheint zum 30-jährigen Bestehen der Chopard Manufacture, die 1996 in Fleurier gegründet wurde. Die Jahreszahl 1963 im Modellnamen verweist jedoch auf ein anderes Kapitel der Firmengeschichte: Damals übernahm Karl Scheufele III die Maison Chopard und legte damit den Grundstein der bis heute andauernden Ära der Familie Scheufele.
Das Regulator-Konzept griff Chopard innerhalb der L.U.C-Kollektion erstmals 2006 in einer Concept-Uhr auf. Neun Jahre später erschien der L.U.C Regulator dann in Serie, bereits ausgestattet mit dem Handaufzugskaliber L.U.C 98.02-L, das nun erneut zum Einsatz kommt. Die Referenz 161993-1001 tritt die direkte Nachfolge dieses Modells an, unterscheidet sich aber durch das kleinere Weißgoldgehäuse und das überarbeitete Zifferblatt.
Historische Regulatoren dienten in Werkstätten und Observatorien als Referenzuhren. Stunden, Minuten und Sekunden lagen auf getrennten Achsen, damit sich die Zeiger nicht gegenseitig verdeckten und Zeitmesser möglichst eindeutig danach gestellt werden konnten. Die Minute erhielt den längsten Weg und damit die größte Skala. Diesen Aufbau übernimmt Chopard: Der lange Minutenzeiger aus rhodiniertem Weißgold dreht zentral über einer Skala am Zifferblattrand, während die Stunden bei 3 Uhr in einem eigenen Kreis stehen.
Hinzu kommen eine 24-Stunden-GMT-Anzeige bei 9 Uhr, die Gangreserve bei 12 Uhr sowie kleine Sekunde und Datum bei 6 Uhr. Sechs Anzeigen auf einer Fläche lassen zunächst ein kleines Informationschaos erwarten. Die Anordnung funktioniert allerdings trotzdem, weil die einzelnen Anzeigen nicht um dieselbe Aufmerksamkeit konkurrieren. Der zentrale Minutenzeiger und die äußere Skala bilden die erste Ebene. Stunden und zweite Zeitzone balancieren sich horizontal aus; Gangreserve, Sekunde und Datum liegen auf der vertikalen Achse. Für die Ortszeit muss der Blick lediglich zwischen dem zentralen Minutenzeiger und der Stundenanzeige bei 3 Uhr wechseln. GMT, Gangreserve und Datum treten dabei optisch in den Hintergrund.
Auch die Oberflächen unterstützen diese Hierarchie. Das silberfarbene Hauptzifferblatt trägt einen satinierten Sonnenschliff, die Zentren der Hilfszifferblätter sind opalisierend ausgeführt und von feinen Kreislinien eingefasst. Die blau aufgedruckten Skalen und Beschriftungen verleihen dem Zifferblatt zuletzt ein einheitliches Erscheinungsbild. Sämtliche Zeiger bestehen aus rhodiniertem Weißgold. Die Minuten zeigt ein zentraler Dauphine-Zeiger an, während für die übrigen Anzeigen Dreieckszeiger zum Einsatz kommen.

Mehr über das 30-jährige Manufaktur-Jubiläum & die daraus resultierende Chopard L.U.C 1860 erfahren Sie hier in unserem Artikel.
Gegenüber dem L.U.C Regulator von 2015 schrumpft der Durchmesser der L.U.C 1963 Heritage Regulator von 43 auf 40 Millimeter und die Höhe steigt minimal von 9,78 auf 10,30 Millimeter an. Die neue Uhr ist also nicht flacher, beansprucht am Handgelenk aber deutlich weniger Fläche und wirkt in ihren Proportionen wesentlich harmonischer.
Das Datum ist nun bei 6 Uhr in den Bereich der kleinen Sekunde gerückt, statt wie 2015 diagonal zwischen Stunden- und Sekundenanzeige zu sitzen. Die zurückhaltende Oberflächenbearbeitung kombiniert einen satinierten Gehäusemittelteil mit einer polierten Lünette und einem ebenfalls polierten Boden, dessen Sichtfenster den Blick auf das Uhrwerk freigibt. Ein graues Alligatorlederband mit Dornschließe aus Weißgold ergänzt die dezente Farbgebung.
Mit dem L.U.C 98.02-L verwendet Chopard dasselbe Kaliber wie im Vorgängermodell der L.U.C 1963 Heritage Regulator, dessen technische Eckdaten aber auch heute noch außergewöhnlich sind. Das nur 4,90 Millimeter hohe Handaufzugswerk arbeitet mit 4 Hertz, besteht aus 244 Komponenten und 39 Lagersteinen und bietet eine Gangreserve von 216 Stunden beziehungsweise neun Tagen.
Möglich macht das die Quattro-Technik mit vier Federhäusern, die paarweise übereinander positioniert und in Reihe geschaltet sind. Statt die benötigte Energie in einem einzelnen, entsprechend großen Federhaus zu speichern, verteilt Chopard sie auf vier Zugfedern. So bleibt das Kaliber flach und kann den Regulator mit seinen Zusatzanzeigen über mehr als eine Woche versorgen.
Das Kaliber L.U.C 98.02-L besitzt sowohl ein COSC-Chronometerzertifikat als auch den Poinçon de Genève. Während die COSC-Prüfung die Ganggenauigkeit des Werks bewertet, umfasst das Genfer Siegel zusätzlich Vorgaben zu Herkunft, Konstruktion und handwerklicher Finissierung. Darüber hinaus werden an der fertig montierten Uhr unter anderem die Funktionen, die Wasserdichtigkeit und die angegebene Gangreserve kontrolliert.
Die L.U.C 1963 Heritage Regulator erscheint in einer nummerierten Auflage von nur 25 Exemplaren und ist ausschließlich über die Chopard-Boutiquen erhältlich. Für den US-Markt wird ein Preis von 50.900 US-Dollar genannt; ein bestätigter Europreis liegt derzeit nicht vor.