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Die Montblanc Star Legacy Nicolas Rieussec Chronograph Limited Edition 100, Referenz 137545, behält die charakteristische Anordnung der Linie mit dezentraler Zeitanzeige und zwei rotierenden Chronographenscheiben bei. Neu sind das Gehäuse aus Roségold und historische Motive, die im Dunkeln auf dem Zifferblatt leuchten. Das bewährte automatische Manufakturkaliber MB R200 kommt unverändert zum Einsatz. Die Unterschiede zu bisherigen Ausführungen betreffen in erster Linie das Material, das Zifferblatt und die Limitierung auf 100 Exemplare.
Am 1. September 1821 setzte der französische Uhrmacher Nicolas Rieussec bei einem Pferderennen auf dem Pariser Champ de Mars einen zu der Zeit völlig neuartigen Zeitmessapparat ein. Rieussec, der als Uhrmacher des französischen Königs tätig war, wollte damit die Laufzeiten der einzelnen Pferde festhalten.
Seine Konstruktion arbeitete komplett anders als ein heutiger Chronograph. Zwei Scheiben drehten sich unter einer feststehenden Tintenspitze. Beim Auslösen brachte diese feine Spitze einen Tintenpunkt auf der jeweiligen Scheibe an. Anhand seiner Position ließ sich anschließend feststellen, zu welchem Zeitpunkt ein Pferd die Ziellinie passiert hatte.
Wenige Wochen später wurde der Apparat der Pariser Akademie der Wissenschaften vorgestellt. Aus den griechischen Wörtern chronos für Zeit und graphein für schreiben beziehungsweise aufzeichnen entstand die Bezeichnung Chronograph. Rieussecs Konstruktion gilt deshalb als erster Tintenchronograph und als eines der frühen offiziell anerkannten Geräte dieser Art.

Mehr über die Kollektion in Hommage an Nicolas Rieussec, erfahren Sie hier in unserem Artikel.
Das technische und optische Grundprinzip der Nicolas Rieussec existiert bereits seit 2008. Charakteristisch sind die dezentrale Zeitanzeige, die beiden rotierenden Chronographenscheiben und eine dazwischenliegende feste Brücke.
Die Referenz 137545 ist daher keine grundlegend überarbeitete Nicolas Rieussec. Neu ist die konkrete Zusammenstellung: ein vollständig poliertes Gehäuse aus 750er Roségold, ein schwarzes Zifferblatt mit leuchtenden Archivmotiven, mehrere Verweise auf Paris im Jahr 1821 und eine begrenzte Auflage von 100 Exemplaren.
Damit unterscheidet sich die Uhr vor allem durch ihre Ausführung von früheren Varianten. Das ist eine wichtige Einordnung, denn die aufwendige Gestaltung kann zunächst den Eindruck einer umfassenderen technischen Neuentwicklung erwecken. Tatsächlich bleibt die mechanische Architektur weitgehend vertraut.
Bei normalem Licht zeigt das schwarze Zifferblatt die typische Aufteilung der Modelllinie. Stunden und Minuten werden auf einem nach oben versetzten Hilfszifferblatt mit rosévergoldeten Blattzeigern dargestellt. Ein skelettierter Zeiger zeigt eine zweite, unabhängig einstellbare Zeitzone an. Dazu kommen eine Tag-Nacht-Anzeige bei 9 Uhr und ein Datumsfenster bei 6 Uhr.
Unterhalb der Zeitanzeige befinden sich zwei gewölbte, rotierende Scheiben. Die linke Scheibe bei 8 Uhr zählt 60 Sekunden, die rechte bei 4 Uhr 30 Minuten. Eine horizontale Brücke aus gebläutem Stahl dient für Beide als feststehender Ablesepunkt. Während bei einem konventionellen Chronographen die Zeiger über feste Skalen laufen, drehen sich hier die Skalen unter den Indizes. Diese Umkehrung überträgt die Funktionsweise von Rieussecs damaligem Apparat auf eine Armbanduhr.
Was diese Edition von bisherigen Ausführungen unterscheidet, zeigt sich allerdings erst so richtig im Dunkeln. Dann erscheinen im Hintergrund der Anzeigen auf dem Zifferblatt handschriftliche Passagen aus historischen Unterlagen, die Silhouette der Pariser Akademie der Wissenschaften, eine technische Zeichnung des Tintenzeigers und die Signatur von Nicolas Rieussec. Die Motive liegen im Tageslicht vergleichsweise zurückhaltend im Hintergrund und bilden bei fehlendem Umgebungslicht eine zusätzliche Ebene.
Auf dem Rehaut setzen Beschriftungen wie „Compteur de Mr Rieussec“ und „Paris, le 15 Octobre 1821“ den historischen Bezug zu Rieussecs damaligem Apparat fort.
Das polierte Roségoldgehäuse misst 43 Millimeter im Durchmesser und 15,01 Millimeter in der Höhe. Damit fällt die Uhr deutlich größer und höher aus als eine klassische Dresswatch. Die abgestuften Bandanstöße, die zwiebelförmige Krone und das gewölbte Saphirglas wirken zwar traditionell, ändern aber nichts an der ausgeprägten Präsenz am Handgelenk.
Der einzelne Chronographendrücker sitzt bei 8 Uhr. Über ihn werden Start, Stopp und Rückstellung nacheinander bedient. Die Uhr ist bis 50 Meter wasserdicht. Das gewölbte Saphirglas ist beidseitig entspiegelt und der Saphirglasboden ermöglicht zusätzlich einen Blick auf das Uhrwerk.
Auch das schwarze Kalbslederband greift die Geschichte der Uhr auf. Seine zur Spitze hin schmaler werdende Form orientiert sich gestalterisch grundsätzlich an einer Schreibfeder und soll an Rieussecs Tintenzeiger erinnern. Auf der Unterseite des Armbands ist eine Pariser Karte von 1821 abgebildet. Erkennbar sind unter anderem die Seine, Notre-Dame, der Champ de Mars, die École Militaire sowie zwei mit Rieussec verbundene Werkstattadressen. Zum Band gehört eine am Bügel schwarz-beschichtete Butterfly-Faltschließe aus Roségold.
Im Inneren arbeitet das automatische Montblanc-Manufakturkaliber MB R200. Die R-Kaliberfamilie spielte beim Debüt der Nicolas Rieussec im Jahr 2008 eine wichtige Rolle, da sie für Montblanc den Einstieg in die Entwicklung eigener Chronographenwerke markierte.
Das MB R200 steuert die Start-, Stopp- und Nullstellungsfunktion des Chronographen über ein Säulenrad. Zusätzlich verbindet eine vertikale Kupplung den Chronographen mit dem laufenden Uhrwerk und reduziert damit das Risiko eines sichtbaren Sprungs beim Start der Zeitmessung.
Die zwei verbauten Federhäuser ermöglichen eine Gangreserve von rund 72 Stunden. Das Werk besteht aus 319 Komponenten, besitzt 40 Lagersteine und arbeitet mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, also 4 Hertz.
Durch den Gehäuseboden sind rhodinierte Brücken mit Genfer Streifen, gebläute Schrauben und der skelettierte Rotor zu sehen. Letzterer trägt das Montblanc-Emblem und ein Grain-d’orge-Dekor. Die fertig montierte Uhr durchläuft außerdem den 500-stündigen Montblanc Laboratory Test, der unter anderem Ganggenauigkeit, Wasserdichtigkeit und Funktion prüft.
Montblanc
Star Legacy Nicolas Rieussec Limited Edition 100
137545
750er Roségold, poliert; Saphirglasboden
Durchmesser: 43 mm
Höhe: 15,01 mm
50 m
Schwarz; dezentrale Zeitanzeige, rotierende Chronographenscheiben,
Schwarzes Kalbsleder mit Paris-Karte von 1821 auf der Innenseite; Roségold-Faltschließe
Montblanc Manufakturkaliber MB R200, Säulenrad, vertikale Kupplung, 319 Komponenten, 40 Lagersteine
Automatik
72 Stunden
28.800 A/h (4 Hz)
Stunden, Minuten, zweite Zeitzone, Tag/Nacht, Datum, Monopusher-Chronograph, 60-Sekunden- und 30-Minuten-Zähler
N/A