Die neue Hublot Classic Fusion Balloon Dog by Jeff Koons erscheint in 3 Farben, ist je Version auf 200 Exemplare limitiert und kostet 24.600 Euro.

Die Hublot Masterpiece-Kollektion dient der Marke als Plattform, um technische Konzepte abseits der regulären Modelllinien umzusetzen und in stark limitierten Manufakturstücken zu erproben. Erst kürzlich hat Hublot eine Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Pop-Künstler Jeff Koons bekanntgegeben, der vielen vor allem durch seine überdimensionalen Ballonskulpturen bekannt ist. Seine Arbeiten sind häufig von hochglanzpolierten Oberflächen, intensiven Farben und Verfremdungen vertrauter Formen geprägt. Diese gestalterischen Elemente greift Hublot nun in der neuen der MP-14 Origin by Jeff Koons auf und verbindet sie mit dem ersten zentralen Automatik-Tourbillon der Manufaktur sowie einer ungewöhnlich aufgebauten Zeitanzeige aus vier Ringen. Hier ist die neue Hublot MP-14 Origin by Jeff Koons im Detail.
Das künstlerische Werk des am 21. Januar 1955 in York, Pennsylvania, geborenen Jeff Koons zeichnet sich durch Serien und Arbeiten aus, die oft in großem Maßstab und mit hochglanzpolierten Oberflächen gestaltet wurden. In den 1980er Jahren entstand unter anderem das Banality-Ensemble (1988), das Alltags- und Popkultur – etwa in Werken wie Michael Jackson and Bubbles sowie Buster Keaton – parodiert. Zudem setzte Koons im Jahr 1992 mit der monumentalen Blumenskulptur „Puppy“, die erstmals in Bad Arolsen gezeigt wurde, neue Maßstäbe.
Credit © Douglas M. Parker Studios and Jeff Koons / Credit © Jeff Koons
Credit © Jeff Koons
Später folgten mit der Celebration-Serie ab 1994, die überdimensionale Luftballon-Tier-Skulpturen aus Edelstahl umfasste, seine wohl berühmtesten Werke. Darunter befand sich mit dem Balloon Dog (1994–2000) ein Kunstwerk, das einen einfachen Party-Luftballon zu einem überdimensionalen Monument stilisierte. Marktrekorde setzte Koons spätestens seit den 2010er Jahren: Balloon Dog (Orange) erzielte 2013 bei Christie’s New York 58,405 Mio. $ und Rabbit (Stahl, 1986) wurde 2019 für 91,075 Mio. $ versteigert – jeweils Höchstpreise für lebende Künstler.
Credit © Christies / Credit © Christies / Credit © Jeff Koons
Ab 2013 folgten mit den Gazing-Ball-Arbeiten jene charakteristischen blauen Glaskugeln, die später auch die Gestaltung der MP-14 Origin beeinflussen sollten. Die Gazing Ball Sculptures ab 2013 kombinierten weiße Gipsskulpturen mit blauen Glaskugeln. Danach folgten die Gazing Ball Paintings, die überwiegend von 2014 bis 2015 entstanden und Reproduktionen kunsthistorischer Gemälde Alter Meister mit den charakteristischen blauen Glaskugeln kombinierten. Diese Arbeiten inspirierten die blaue Saphirkuppel über dem zentralen Tourbillon der MP-14 Origin, die wir uns nun genauer ansehen wollen.
Credit © Jeff Koons and Tom Powel Imaging
Die Hublot Masterpiece-Kollektion, die nach den Linien Big Bang, King Power und Classic Fusion folgte, wurde 2011 ins Leben gerufen und war das Ergebnis Hublots verstärkter Fokussierung auf große Komplikationen. Jean-Claude Biver, der damalige CEO von Hublot, beschrieb die Kollektion als den nächsten Schritt in Richtung „mehr Uhrmacherkunst, mehr Kompetenz, mehr Innovation“. Von nun an sollten 30 Mitarbeiter, die sich ausschließlich mit großen Komplikationen befassen, diesen Anspruch in die Tat umsetzen.
Dies resultierte in Zeitmessern wie der MP-01 von 2011, die mit dem Monodrücker-Säulenrad-Chronographenkaliber HUB5100 das erste eigens von Hublots High-Complications-Abteilung entworfene und vollständig von ihr gefertigte Manufakturkaliber präsentierte, oder der MP-05 La Ferrari von 2013, die mit ihrem vertikal angeordneten Tourbillon und 11 Federhäusern eine beeindruckende Gangreserve von 50 Tagen (!) ermöglichte und damit einen damaligen Weltrekord aufstellte.
Nun tritt mit der nächsten Ergänzung zur Masterpiece-Kollektion, der Hublot MP-14 Origin by Jeff Koons, eine weitere Kreation in die Fußstapfen einer Kollektion, die sich durch technische Innovationen, außergewöhnliche Designs und eine Fusion von Tradition und Zukunftsvision auszeichnet. Diesem Konzept folgend, präsentiert sich die MP-14 Origin mit einem futuristisch anmutenden achteckigen 44-mm-Gehäuse aus transparentem Saphir, dessen Bearbeitung rund 534 Stunden in Anspruch nimmt. Zudem kommt Titan beim Gehäuseboden, den Schrauben der bei 3 und 9 Uhr positionierten und von Hublot als „Ohren“ bezeichneten Gehäuseflanken sowie den Schrauben des Saphirarmbandes zum Einsatz.
Jedoch ist es vor allem das, was sich im Inneren des Gehäuses befindet, das diese Uhr besonders macht, namentlich das Zifferblatt und das Uhrwerk: Das Zifferblatt wird aus vier Ringen aus Weißgold zusammengefügt, die mit Diamanten im Baguetteschliff und blauen Saphiren besetzt sind und die Zeitanzeige bilden.
Zwei rotierende Ringe zeigen die Stunden und Minuten an. Erkennbar sind diese an zwei Anzeigewürfeln – einem Würfel aus poliertem, mit durchscheinendem rotem Lack überzogenem Edelstahl zur Anzeige der Stunden und einem Würfel aus poliertem Edelstahl zur Anzeige der Minuten –, die an ihnen befestigt sind und mit ihnen ihre Kreise ziehen.
Zusammen mit den beiden weiteren außenliegenden Ringen, die feststehend sind und sich nicht drehen, wird die Zeitanzeige gebildet: Der innere Minutenring ist mit 56 Diamanten und 4 blauen Saphiren besetzt, die die Viertelstunden markieren; der äußere Stundenring ist mit 48 Diamanten und 12 blauen Saphiren besetzt, die die Stunden anzeigen. Insgesamt sind die vier Ringe mit 202 Steinen besetzt, deren Gesamtgewicht rund 2,6 Karat beträgt.
Im Inneren der Ringe befindet sich eine Kuppel aus transparentem Saphir, die von Koons’ „Gazing Ball“-Arbeiten inspiriert ist und von einem Miniaturmaler von Hand mit durchscheinendem blauem Lack überzogen wurde. Als Mittelpunkt der Uhr verbirgt sich darunter Hublots erstes zentrales Automatik-Tourbillon, das zugleich den Ausgangspunkt des Systems bildet.
Angetrieben wird dieses System der Hublot MP-14 Origin by Jeff Koons vom aus 594 Komponenten bestehenden Manufakturwerk HUB9014, das 39,20 mm im Durchmesser und 14,65 mm in der Höhe misst, über eine periphere anthrazitfarbene Schwungmasse aufgezogen wird und bei einer Gangreserve von 60 Stunden mit 3 Hz (21.600 Halbschwingungen pro Stunde) arbeitet.
In die Konstruktion des Uhrwerks sind auf der Gehäuserückseite zudem zwei verdeckte Kronensysteme integriert, die das Aufziehen und Einstellen der Uhrzeit ermöglichen, ohne auf den ersten Blick als solche erkennbar zu sein. Das Aufzugssystem befindet sich an der Stelle, an der „ENERGY PULSE“ eingraviert ist; die Zeiteinstellung wird durch die Aufschrift „COSMIC ALIGN“ angezeigt.
Die auf 30 Exemplare limitierte Hublot MP-14 Origin by Jeff Koons ist in ausgewählten Hublot-Verkaufsstellen erhältlich. Ihr Preis beläuft sich auf 479.000 EUR.
Hublot
MP-14 Origin by Jeff Koons
914.NJ.0100.JX.9941
Poliertes Saphirglas mit Gehäuseboden aus Titan
Durchmesser: 44 mm
Höhe: 20 mm
30 Meter
Vier Ringe aus poliertem Weißgold bilden die Zeitanzeige:
Die Stunden werden über einen rotierenden Ring mit 35 Diamanten und einem roten Würfel sowie einen feststehenden Ring mit 48 Diamanten und 12 blauen Saphiren als Stundenmarkierungen angezeigt.
Die Minuten werden über einen rotierenden Ring mit 47 Diamanten und einem grauen Würfel sowie einen feststehenden Ring mit 56 Diamanten und 4 blauen Saphiren zur Markierung der Viertelstunden angezeigt.
Saphirglas und Faltschließe aus Titan
HUB9014
Automatischer Aufzug mit peripherer Schwungmasse
60 Stunden
21.600 Halbschwingungen pro Stunde (3 Hz)
Zentrales Tourbillon sowie Stunden- und Minutenanzeige
479.000 EUR