Panerai präsentiert die neue Submersible GMT Navy SEALs PAM01089 aus Afniotech – einem hafniumbasierten Hightech-Material für extreme Einsatzbedingungen.

Die Slim d’Hermès steht gewöhnlich für visuelle Zurückhaltung. Anlässlich der Eröffnung der neuen Hermès Maison in der 166 New Bond Street in London trägt ihr Zifferblatt jedoch diesmal eine detailreiche britische Szene. Kutsche, Räder und Zügel beanspruchen fast dessen gesamte Fläche, während das Tourbillon bei 7 Uhr direkt in das Bild mit eingebunden wird und dessen Bewegung fortsetzt.
Der Ursprung dieses Zeitmessers liegt an einer neuen Londoner Adresse: Zur Eröffnung der Maison an der 166 New Bond Street präsentiert Hermès das britisch geprägte Motiv in einer auf sechs Exemplare limitierten Auflage. Der Name Stately Wheels verweist dabei auf die zwei gestalterischen Ebenen des Gesamtbilds: Zum Einen auf die staatliche Kutsche als Bildgegenstand, als auch auf die Kreise, die das Zifferblatt strukturieren.
Vorlage ist das Seidentuch „Stately Wheels“ von Hermès, das vom britischen Künstler Stuart Patience entworfen wurde. Seine Szene entstand nach einem Besuch in den Royal Mews, den königlichen Stallungen, und zeigt Queen Alexandra’s State Coach. Hermès adaptiert damit ein Motiv, das auf einer realen Beobachtung basiert und ursprünglich für ein anderes Medium konzipiert wurde.
Auf dem Zifferblatt wird die Kutsche nicht naturalistisch in eine feste Perspektive gesetzt. Sie liegt im oberen Bereich, während mehrere ihrer Räder über die Fläche verteilt erscheinen. Zwei Kutscher besetzen die untere Hälfte, rote Zügel verbinden Figuren, Räder und Wagen und geben der Komposition eine Richtung, obwohl das Bild stillsteht.
Darin liegt die eigentliche Herausforderung der Grundidee: Ein Seidentuch bietet gestalterische Freiheit; ein Zifferblatt hingegen muss zusätzlich Stunden und Minuten anzeigen, als auch die Werksmechanik integrieren. Die zentralen Zeiger ziehen ihre Bahnen über der Illustration, allerdings ohne sie zu verdecken.
Die Szene entsteht durch Miniaturmalerei. Zunächst werden die Konturen präzise auf den Zifferblattträger übertragen. Anschließend werden mehrere äußerst feine Farbschichten nacheinander auf den skizzierten Rohträger aufgetragen. Erst durch diesen Prozess treten die dunkle Karosserie der Kutsche, die goldfarbenen Akzente an Speichen und Uniformen sowie die roten Zügel hervor.
Die Miniaturmalerei von Hand erzeugt keine makellos reproduzierbare Grafik, sondern lässt das Motiv Schritt für Schritt unter dem Pinsel entstehen. Besonders die feinen Linien erfordern höchste Präzision: Speichen, Zügel und Konturen müssen selbst auf kleinstem Raum klar voneinander unterscheidbar bleiben. Zugleich wird das Gesamtbild gezielt um Öffnungen und mechanische Bauteile herumgeführt. Malerei und Uhrwerk teilen sich damit nicht nur dieselbe Fläche, sondern greifen gestalterisch ineinander.

Wie Hermès das zehnjährige Jubiläum der Slim d’Hermès gefeiert hat, erfahren Sie hier
Bei 7 Uhr gibt das Zifferblatt den Blick auf das Lift-Tourbillon frei. Technisch ist es Teil des automatischen Manufakturkalibers Hermès H1950 T, gestalterisch wirkt es jedoch wie ein weiteres Rad in der dargestellten Szene, das sich im Gegensatz zu den anderen Rädern allerdings „dreht“. Auch wenn diese Interpretation nicht ausdrücklich bestätigt ist, legt die Komposition sie sehr nahe: Während die gemalten Räder stillstehen, setzt die kreisende Mechanik ihre Form in reale Bewegung fort.
So erhält das Motiv einen tatsächlichen Bewegungsimpuls. Das Tourbillon ist dabei sehr gezielt unterhalb der Kutsche positioniert. Die roten Zügel und die umliegenden Figuren führen den Blick gezielt zu seiner Öffnung. Zugleich bildet die freiliegende Mechanik einen wirkungsvollen Kontrast zu der auf zwei Ebenen dargestellten Miniaturmalerei.
Das runde Platingehäuse misst 39,5 Millimeter im Durchmesser. Die zurückhaltende Farbgebung lässt dem vielseitig gestalteten Zifferblatt hier den Vortritt. Entspiegeltes Saphirglas schützt sowohl die Vorderseite als auch den Sichtboden. Die Wasserdichtigkeit beträgt 30 meter.
Dahinter arbeitet das 30 Millimeter große und 3,4 Millimeter hohe Manufakturkaliber H1950 T. Es schlägt mit 21.600 Halbschwingungen pro Stunde, also 3 Hertz, und bietet 48 Stunden Gangreserve. Neben dem Lift-Tourbillon zeigt es Stunden und Minuten an. Das Armband aus mattem Alligatorleder in Graphit nimmt die dunklen Partien von Wagen und Uniformen farblich gut auf, bleibt optisch jedoch am Rande des Geschehens.
Die auf sechs nummerierte Exemplare limitierte Slim d’Hermès Stately Wheels überzeugt nicht allein durch ihren künstlerischen Charakter. Ihren Reiz gewinnt sie aus dem präzisen Zusammenspiel von britischem Bildmotiv, französischer Gestaltung, Schweizer Mechanik und von Hand ausgeübter Miniaturmalerei. Trotz der Funktionsvielfalt ist die Uhr mit 39,5mm Durchmesser vergleichsweise schlank gebaut.
Hermès
Slim d’Hermès Stately Wheels
Limitiert auf 6 Exemplare
–
Platin
Durchmesser: 39,5 mm
3 bar (30 meter)
Miniaturmalerei-Zifferblatt
Graphitfarbenes mattes Alligatorlederarmband
Manufakturkaliber Hermès H1950 T
Durchmesser: 30 mm
Höhe: 3,4 mm
Automatik
48 Stunden
21.600 A/h (3 Hz)
Stunden, Minuten, fliegendes Tourbillon bei 7 Uhr
Preis auf Anfrage