Uhren im Weltraum: Von Gagarin bis ISS – die bedeutendsten mechanischen Armbanduhren der Raumfahrtgeschichte und ihre Einsätze im All.

Eine Woche nach Ankündigung der Partnerschaft mit Jeff Koons stellt Hublot das erste gemeinsame Uhrenmodell vor. Vorbild ist Jeff Koons’ zwischen 1994 und 2000 entstandener Balloon Dog, eine monumentale Skulptur aus spiegelpoliertem Edelstahl in Form eines Ballontiers. Hublot übernimmt für die Classic Fusion Balloon Dog dessen runde Formen für Gehäuse, Zifferblatt, Bedienelemente und Armband.
Ein Ballontier ist üblicherweise nicht für die Ewigkeit gemacht. Jeff Koons machte daraus mit dem zwischen 1994 und 2000 entstandenen Balloon Dog eine beträchtliche Skulptur aus spiegelpoliertem Edelstahl. Das Werk gehört zu seiner in den 1990er-Jahren begonnenen Celebration-Serie, in der vertraute Motive aus Festen und Kindheit durch Größe, Material und spiegelnde Oberflächen einen völlig neuen Charakter erhalten sollten.
Hublot greift für die neue Classic Fusion vor allem die runden, unter Spannung stehenden Formen der Skulptur auf. Die Uhr zeigt den Hund daher nicht groß auf dem Zifferblatt; stattdessen wurden zahlreiche Bauteile so verändert, dass sie an die aufgeblasenen Segmente eines Modellierballons erinnern. Genau darin unterscheidet sich das Modell von jenen Editionen, bei denen ein bestehendes Kunstwerk lediglich auf das Zifferblatt gedruckt oder in den Gehäuseboden graviert wird.
Hublot wurde 1980 mit einer Uhr bekannt, die ein Goldgehäuse mit einem Kautschukarmband kombinierte. Die Classic Fusion führt diesen frühen Entwurf in einer schlichteren und flacheren Art und Weise fort.
Im Vergleich zur größer auftragenden Big Bang besitzt die Classic Fusion normalerweise ein zurückhaltenderes, relativ flaches Profil. Beim neuen Modell sind Gehäuse, Lünette, Glas und Zifferblatt deutlich stärker gewölbt, wodurch die Classic Fusion voluminöser wirkt, ohne jedoch ihre charakteristische Grundform zu verlieren.
Das Gehäuse misst 42 Millimeter im Durchmesser, elf Millimeter in der Höhe und die Wasserdichtigkeit beträgt 50 Meter. Über dem Zifferblatt sitzt ein erhöhtes, gewölbtes und entspiegeltes Saphirglas, während selbst die H-förmigen Lünetten-Schrauben aus poliertem Titan mit abgerundeten Köpfen versehen wurden, um das Ballon-Konzept möglichst stringent umzusetzen.
Auch kleinere Bauteile folgen diesem Gestaltungsprinzip: An der Gehäuseflanke bei 10.30 Uhr befindet sich ein dekoratives Element aus Kautschuk, das an das abgebundene Ende eines Ballontiers erinnern soll, während die Krone einem Ballonventil nachempfunden ist und je nach Variante aus eloxiertem Aluminium oder Edelstahl mit Kautschukhülle besteht.
Auch das Zifferblatt ist gewölbt und deutlich höher aufgebaut als bei einer gewöhnlichen Hublot Classic Fusion. Die erhabenen Indizes und Zeiger sind mit weißer 3D-Super-LumiNova ausgestattet. Bei 6 Uhr befindet sich zusätzlich die Signatur von Jeff Koons, während eine kleine Miniatur des Balloon Dog als Gegengewicht am Ende des zentralen Sekundenzeigers verbaut wurde. Das Datumsfenster bei 3 Uhr fügt sich dagegen vergleichsweise konventionell in den Entwurf ein.
In das gepolsterte Kautschukarmband ist eine geprägte Einlage eingesetzt, deren metallischer Glanz und farblich passende Nähte auf die jeweilige Gehäusefarbe abgestimmt sind. Darüber hinaus wird jede Variante in einer eigenen Box ausgeliefert, deren Form dem Balloon Dog nachempfunden und farblich auf die Uhr abgestimmt ist.
Die Classic Fusion Balloon Dog erscheint in drei Ausführungen. Bei Red und Blue bestehen Gehäuse, Lünette und Boden aus poliertem, rot beziehungsweise blau eloxiertem Aluminium, während Hublot für die Variante Silver hochglanzpolierten Edelstahl verwendet.
Mit der Materialwahl verändert sich auch das Erscheinungsbild der Uhr: Bei Red und Blue liegt die Farbe nicht als Lack auf dem Gehäuse; durch das Eloxieren wird die Oberfläche des Aluminiums selbst rot beziehungsweise blau eingefärbt, wodurch die kräftigen roten- und blauen Oberflächen möglich werden. Die silberne Version verzichtet auf knallige Farben und orientiert sich mit ihrem silbernen Glanz stärker am spiegelpolierten Edelstahl der ursprünglichen Skulptur. Alle drei Ausführungen sind auf jeweils 200 Exemplare limitiert.

Keine anderer Hersteller ist aktuell so experimentierfreudig in Sachen Materialwahl wie Hublot, mehr zur Big Bang Original Soft Touch aus Kautschuk erfahren Sie hier in unserem Artikel.
Im Inneren arbeitet das automatische Kaliber HUB1710 mit zentralen Zeigern für Stunden, Minuten und Sekunden sowie einer Datumsanzeige bei 3 Uhr. Das aus 185 Komponenten und 27 Lagersteinen bestehende Uhrwerk läuft mit 4 Hertz beziehungsweise 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und bietet eine Gangreserve von 50 Stunden.
Das HUB1710 basiert auf dem Zenith Elite 670 und wird für Hublot angepasst, weshalb es nicht als vollständig eigenständiges Manufakturkaliber bezeichnet werden kann. Für dieses Modell erhält es einen speziell gestalteten Rotor, dessen Rundungen die Form des Gehäuses aufgreifen.
Das Uhrwerk bleibt damit der konventionellste Teil der Hublot Classic Fusion Balloon Dog by Jeff Koons. Seine Leistungsdaten sind solide, fallen in dieser Preisklasse jedoch nicht besonders auf, während der wesentliche Entwicklungsaufwand in den neu geformten äußeren Bauteilen und ihrer Oberflächenbearbeitung steckt.
Die Hublot Classic Fusion Balloon Dog by Jeff Koons ist auf 200 Exemplare pro Ausführung limitiert, kostet 24.600 Euro beziehungsweise 20.800 Schweizer Franken und ist über ausgewählte Hublot-Verkaufsstellen sowie über die Hersteller-Website erhältlich.
Hublot
Classic Fusion Balloon Dog by Jeff Koons
Rot: 542.UR.8170.NR.JKN26
Blau: 542.UB.5170.NR.JKN26
Silber: 542.SX.0820.NR.JKN26
Rot/Blau: poliertes eloxiertes Aluminium
Silber: polierter Edelstahl
Durchmesser: 42 mm
Höhe: 11 mm
50 m
Gewölbt, Rot/Blau/Silber, 3D-Super-LumiNova, Jeff-Koons-Signatur
Kautschuk mit Metallic-Leder-/Polymer-Einlage und Faltschließe
Hublot HUB1710
Automatik
50 Stunden
28.800 A/h (4 Hz)
Stunden, Minuten, Zentralsekunde, Datum
EUR 24.600 / CHF 20.800