Wir haben uns mit Kari Voutilainen zusammengesetzt, um über seine Designphilosophie, seine Vorbilder und darüber zu sprechen, warum wahre kreative Freiheit erfordert, den Lärm der digitalen Welt auszublenden.

Hinter Hublots gewagtem Gesamtdesign steckt ein außergewöhnliches Maß an technologischem Know-how. Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Meilensteine der hauseigenen Uhrwerks-Kompetenz.
Im Jahr 2004 war Hublot eine Marke, die sich im Laufe der Jahre kaum verändert hatte. Ihr Gründer und damaliger Eigentümer Carlo Crocco hatte ganz eigene Vorstellungen von Luxus, was zur Entwicklung der weltweit ersten Uhr führte, bei der Edelmetall mit Kautschuk kombiniert wurde. 24 Jahre nach der Gründung im Jahr 1980 hatte sich Hublot kaum verändert; das einst innovative Konzept war mit der Zeit etwas in die Jahre gekommen.
Crocco erkannte dies und engagierte einen der größten Marketinggenies, den die Uhrenbranche je gesehen hat, um den Staub abzuschütteln: Jean-Claude Biver. Und Biver wusste genau, was zu tun war. Phase eins bestand darin, ein neues, unverwechselbares Design zu finden, was ihm mit der Big Bang und der davon abgeleiteten Sortimentserweiterung gelang. Phase zwei bestand darin, der Marke technische Glaubwürdigkeit zu verleihen, was in zwei Schritten erreicht werden sollte: Anstatt wie bisher auf zugekaufte Uhrwerke zurückzugreifen, war das neue Ziel ein Manufakturwerk. Und das erforderte den Bau einer neuen, eigens dafür errichteten Fabrik gefüllt mit den entsprechenden Maschinen. Bivers ehrgeizige Ziele haben ohne Zweifel Hublot zu einer technischen Größe gemacht.
Das erste vorgestellte Uhrwerk von Hublot, so beschrieb es mir Biver damals im Gespräch, hatte den legendären ETA Valjoux 7750-Chronographen als Vorlage (ein sogenannter Klon). Es wurde von La Joux-Perret hergestellt (eine Zulieferfirma, an der die jetzige Muttergesellschaft LVMH im Jahr 2025 eine Beteiligung erwarb). „Es ist nicht so einfach, eine Ébauche herzustellen, wie die Leute denken“, sagte mir Biver damals. „Es mag einfach erscheinen, als würde man einer Formel folgen, aber das ist buchstäblich unmöglich.“
Im Jahr 2007 erschien dieses Werk mit Platinen, Brücken und Unruhkloben aus Ag5, einer ultraleichten Legierung aus Magnesium, Mangan und Aluminium – mit den Zielen, das Gewicht zu reduzieren, die Stoßdämpfung zu verbessern und die Widerstandskraft zu erhöhen. Dieses Uhrwerk wurde zu einem wesentlichen Bestandteil der kultigen Mag Bang, die 2007 auf den Markt kam und in einem innovativen Magnesiumgehäuse untergebracht war.
Credit © Sothebys
Biver integrierte diese Elemente nahtlos in Hublots einprägsames Marketing rund um „the Art of Fusion“, welches geschaffen wurde, um die Philosophie der Marke zu erklären und auf die ursprüngliche Idee anzuspielen, Materialien zu kombinieren, die in der Welt von Haute Horlogerie traditionell nicht zusammengehören. Die Verschmelzung neuer Materialien mit der konventionellen Uhrmacherkunst war von Anfang an ein Markenzeichen von Hublot und ist es bis heute geblieben.
Kaliber HUB1240, ein Säulenrad-Chronograph, wurde so konzipiert, dass es seine Grundplatine und weitere technische Komponenten mit zukünftigen Uhrwerken der Unico-Familie teilt. Es wurde geschickt entwickelt, um die Effizienz zu steigern. Dieses moderne Uhrwerk mit einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde (4 Hz) und 28 Lagersteine verfügt über eine robuste Grundplatine mit einem Durchmesser von 30 mm; ihre Höhe beträgt 7,9 mm. Interessant ist, dass die durch eine Brücke gesicherte Unruh vollständig austauschbar ist, was die Wartung zum Kinderspiel macht.
Credit © Geneva Watch Company
Die Größe dieser Grundplatine stellte sicher, dass sie in der Big Bang verwendet werden konnte, die damals wie heute eine große Uhr ist. Laut Biver und seinem damaligen technischen Team wurden alle flachen Teile bereits im eigenen Haus gefertigt. Das Räderwerk, die gedrehten Bauteile und natürlich die Unruh sowie die Hemmung wurden zu Beginn noch zugekauft – letztere aus Silizium mit einem direkt eingearbeiteten, maßgeschneiderten „H“. Fast 100 Prozent dieser Komponenten werden heute in der Hublot-Fabrik in Nyon hergestellt.
Was mich am Unico immer wieder beeindruckte ist, wie architektonisch es wirkt – sogar eingebaut im Gehäuse. Das war (und bleibt) Teil seiner visuellen Identität und hilft den Kunden zu verstehen, dass hinter Hublots gewagtem Gesamtdesign – welches von der Uhrenwelt nicht selten belächelt wird – eine ganze Menge echter Uhrmacherkunst zu entdecken ist. Jedes Element dieser Uhren unterstreicht die Finesse der anderen.
Dass das Unico im Jahr 2010 auf den Markt kam, war kein Zufall. Mathias Buttet war Mitbegründer einer Zulieferfirma komplizierter Uhrwerke namens BNB Concept, die von 2004 bis 2010 existierte. Seine Partner bei BNB waren bis 2007 Michel Navas und Enrico Barbasini (heute die beiden Mitbegründer und Leiter von Louis Vuitton La Fabrique du Temps). Der Name BNB setzte sich aus den drei Initialen der Uhrmacherpartner (Buttet, Navas, Barbasini) zusammen, und die Manufaktur befand sich in Nyon, ebenfalls dem Sitz von Hublot. Buttet kaufte seine beiden Partner 2007 mit Hilfe einer Private-Equity-Gesellschaft aus.
BNB Concept fertigte einzigartige und komplizierte Uhrwerke für Hublot und andere Marken. Zudem bildete das Unternehmen talentierte junge Uhrmacher im progressiven Denken aus (wie beispielsweise Rexhep Rexhepi, der später seine eigene, sehr erfolgreiche Indie-Marke Akrivia gründete). Zu seiner Blütezeit beschäftigte BNB Concept 180 Mitarbeiter.
Im Jahr 2010 ging BNB Concept jedoch in Konkurs. Es wurde von Hublot übernommen und in das Unternehmen integriert, wo Buttet noch immer als äußerst innovativer Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung tätig ist.
Hublots erstes hauseigenes Kaliber, das Unico HUB1240, kam 2010 auf den Markt – genau in dem Jahr als Buttet seine Tätigkeit im Unternehmen aufnahm und Hublot die Überreste von BNB Concept (darunter 30 Mitarbeiter) übernommen hatte. Das ausdrückliche Ziel dabei war die Entwicklung hauseigener Haute Horlogerie-Uhrwerke, die Hublot zuvor von BNB Concept bezogen hatte.
Credit © Geneva Watch Company
So ersetzte Hublot seine bisher verwendeten Chronographwerke durch das Unico HUB1240, ein Uhrwerk mit einer Gangreserve von 72 Stunden, das dank seines vereinfachten Aufbaus optimal für die Großserienfertigung ausgelegt ist. Bei diesem Flyback-Chronographen sind die Chronographkomponenten auf der Vorderseite angeordnet, sodass man sie bei der Arbeit beobachten kann – darunter zwei klassische Kupplungen, die die Chronographbaugruppe mit dem Grundwerk verbinden. Die Flyback-Funktion, mit der der Chronograph neu gestartet werden kann, ohne ihn zuvor anzuhalten, ist das absolute i-Tüpfelchen. Und die zuverlässigen, schmierungsfreien Silizium-Hemmungsrad und Ankergabel verliehen dem Uhrwerk zudem einen Hauch von Modernität.
Bis 2011 hatte Hublot zudem eine Uhr namens „Key of Time“ (MP-02) vorgestellt, die sich durch eine unverwechselbare Form auszeichnete und von einem Tourbillonwerk angetrieben wurde, das unterschiedliche Anzeigegeschwindigkeiten erzeugen konnte: Kaliber HUB9002. Sie verfügte über eine Gangreserve von 96 Stunden (vier Tagen) mit einem einzigen Federhaus und basierte ganz offensichtlich auf dem zuvor bei BNB Concept vorgestellten Key of Time-Modell – obwohl Hublots optische Neugestaltung meiner Meinung nach eine positive Entwicklung darstellte. Die Idee hinter dieser Uhr war es, die Zeit langsamer vergehen zu lassen, wenn man Spaß hat, und die Zeit, die man einfach nur hinter sich bringen möchte, zu beschleunigen – der Besitzer hat die Wahl, allerdings leider nur optisch.
Im Jahr 2011 wurde Hublot Marketingpartner von Ferrari, eine Partnerschaft, die bis 2020 anhielt. Und im Jahr 2013 stellte Hublot die MP-05 LaFerrari vor, eine Uhr, die von dem im selben Jahr vorgestellten Supersportwagen von Ferrari inspiriert wurde. LaFerrari war das extremste Auto, das Ferrari zu bieten hatte, und so wurde die MP-05 LaFerrari zur extremsten Uhr, die Hublot je hergestellt hat.
Die MP-05 LaFerrari war eine Uhr wie keine andere. Mit ihrem schnittigen, ungewöhnlichen Design geprägt von einem gewölbten Saphirglas sieht sie aus wie der Motorraum eines Sportwagens. Tatsächlich gibt das Saphirglas jedoch den Blick auf die elf Federhäuser frei, die dieser Uhr mit Handaufzug eine unglaubliche Gangreserve von 50 Tagen verleihen. Die Stunden und Minuten sowie die Gangreserve werden auf Anzeigewalzen dargestellt, und das Handaufzugswerk verfügt über ein hängendes vertikales Tourbillon mit einem 14,5-mm-Käfig.
Die Minutenrepetition verkörpert die höchste Kunst der Uhrmacherei, und Hublot machte sich 2014 unverzüglich an die Entwicklung seiner „Classic Fusion Cathedral Tourbillon Minute Repeater“ angetrieben vom Manufakturkaliber HUB8001. Diese Uhr gewann sogar den „Striking Watch“-Preis beim Grand Prix d’Horlogerie de Genève in jenem Jahr – aufgrund der außergewöhnlichen Klarheit und Lautstärke ihres Schlagwerks, an dessen Bewertung ich mich als Jury-Mitglied in jenem Jahr gut erinnere.
„Ich möchte darauf hinweisen, dass die Hublot-Repetieruhr … die einzige Repetieruhr in dieser Kategorie war, die in einem Titangehäuse eingereicht wurde“, schrieb ich kurz nach dem GPHG 2014 in einer anderen Publikation. „Die übrigen waren aus Gold, und (eine) hatte sogar Diamanten auf dem Gehäuse … Liebhaber wissen, dass Edelstahl und Titan die Gehäusematerialien sind, die den Klang am besten übertragen, und ich kann berichten, dass dies in diesem direkten Vergleich absolut und zweifelsfrei zutraf. Der Hublot-Schlag war kristallklar und sehr laut … die Klarheit und Lautstärke des Schlags waren überwältigend. Es überrascht mich kaum, dass dieser klare Glockenton viele Jurymitglieder davon überzeugt hat, für diese Uhr zu stimmen.“
Hublot verwendet in dieser Uhr doppelte Kathedraltonfeder, die etwa 1,5-mal länger sind als Übliche – was ebenfalls eine Meisterleistung darstellt, da sie bei unsachgemäßer Montage aneinanderstoßen und den Klang beeinträchtigen könnten. Ein Uhrmacher baut dieses Uhrwerk von A bis Z selbst zusammen, um eine lückenlose Qualitätskontrolle zu gewährleisten. Das Uhrwerk verfügt zudem über ein traditionelles Tourbillon mit Handaufzug und eine Gangreserve von fünf Tagen.
Doch nicht nur ihr Klang war außergewöhnlich – ebenso außergewöhnlich war das monochrome Design, das eine ganz eigene Hublot-Interpretation der Tradition bot. Besonders gut gefiel mir der Repetitionsauslöser, der geschickt in den linken Bandanstoß integriert war und für ein geschmeidiges, harmonisches Erscheinungsbild sorgte. Sie war in der modern gestalteten Classic Fusion 45 mm untergebracht und in Titan oder King Gold erhältlich. Außerdem war die Uhr bis 30 Meter wasserdicht – eine Eigenschaft, die normalerweise einem lauten, klaren und melodiösen Klang entgegenwirkt.
Dies war das zweite Meisterwerk dieser Art von Hublot, aber das erste, das mit einem Manufakturwerk betrieben wurde. Es war das Ergebnis von 24 Monaten Forschung und Entwicklung in Buttets Abteilung.
Die Big Bang Meca-10 kam 2016 relativ unbemerkt als limitierte Auflage im Rahmen der Feierlichkeiten zum 10-jährigen Jubiläum der „All-Black“-Linie von Hublot auf den Markt. Im Jahr 2025 wurde sie mit einem komplett überarbeiteten Kaliber neu aufgelegt, das in ein kompakteres 42-mm-Gehäuse (im Gegensatz zu den bisherigen 45 mm) passt und damit dem heutigen Trend zu kleineren Uhrengrößen entspricht. Bei beiden Versionen befindet sich die Unruh auf der Vorderseite des Uhrwerks (im Gegensatz zu ihrer herkömmlichen Position auf der Rückseite), sodass sie für den Besitzer gut sichtbar im Mittelpunkt steht – ähnlich wie das Säulenrad des Unico.
Die Meca-10 wurde von Bausystemen im Meccano-Stil inspiriert und legt das Uhrwerk ungewöhnlicherweise offen dar, sodass dem Besitzer Raum bleibt, Details sowie das dynamische Zusammenspiel der Komponenten zu entdecken. Bereits das ursprüngliche Uhrwerk von 2016 bot eine einzigartige Form bestehend aus einer runden Grundplatine an der großen, linearen Brücken befestigt sind, um einen Eindruck von struktureller Integrität zu vermitteln. Bei der neuen Version sind diese Brücken handgeschliffenen und handangliert, was den Wert sowie die Schönheit des Zeitmessers noch steigert. Das von Anfang an als Skelett konzipierte Handaufzugswerk ist raffiniert und zugleich robust. Es bietet dank zweier parallel arbeitender Federhäuser eine Gangreserve von 10 Tagen.
Die Präzision wird durch ein Silizium-Hemmungsrad und eine Sekundenstoppfunktion gewährleistet, doch besondere Erwähnung verdient die Gangreserveanzeige, die die verbleibende Anzahl der Tage in diesem Aufzugszyklus digital anzeigt und von einem Zahnstangengetriebe angetrieben wird, das bei mechanischen Uhren selten zu finden ist. Bei genauerem Hinsehen offenbart sich ein Mechanismus, der aus zwei übereinanderliegenden Scheiben besteht, die sich in entgegengesetzte Richtungen drehen und durch eine Spiralfeder verbunden sind. Dennoch lässt sich die Anzeige intuitiv ablesen.
Auf der LVMH Watch Week 2021 stellte Hublot die außergewöhnliche Big Bang Tourbillon Automatic Orange Sapphire vor. Diese Uhr in limitierter Auflage präsentierte nicht nur Hublots weltweit erstes orange getöntes Saphirgehäuse, sondern auch ein brandneues Uhrwerk: Kaliber HUB6035, dessen Mikrorotor auf der Zifferblattseite angebracht ist und zudem drei Brücken aus Saphirglas enthält. Mit seiner Gangreserve von drei Tagen ist dieses seltene Automatik-Tourbillonwerk ein Meisterwerk der Transparenz.
Nur wenige Monate später präsentierte Hublot auf der Watches and Wonders 2021 zwei weitere Varianten dieses Werks in Hightech-Uhren: die „Big Bang Integral Tourbillon Full Sapphire“ und die „Big Bang Integrated Automatic Tourbillon Full Carbon Texalium“. Erstere war eine auf 30 Exemplare limitierte Uhr mit Gehäuse und integriertem Armband aus Saphirglas; ihr Gehäuse wurde speziell für das HUB6035 entwickelt – wobei bestimmte Ziele im Vordergrund standen, wie die Beseitigung sichtbarer Schrauben, die Anpassung der Gehäusegeometrie an das Armband sowie die Neugestaltung von Brücken und Platinen, damit diese den Eindruck erwecken, als würden sie schweben oder in der Luft hängen. Das Werk verfügt über eine besonders coole Grundplatine, die das ineinander verwobene Muster der speziellen Carbonfaser des Gehäuses widerspiegelte.
Hublot war das erste Unternehmen, das Saphirglas für die Serienproduktion industrialisiert hat (was eindrucksvoll im eigenen Haus erfolgt). Diese Uhren demonstrieren Hublots anhaltende Herrschaft der Verschmelzung („fusion“!) ihrer fantastischen Palette an ständig wachsenden Manufakturwerken mit einzigartigen, hauseigenen Gehäusematerialien.
Die bereits erwähnten Modelle „Key of Time“ und „MP-05 LaFerrari“ sind bei weitem nicht die einzigen Exemplare der laufenden MP-Uhrenserie. Bislang hat Hublot 17 hauseigene „Masterpieces“ geschaffen, deren Reihe (vorerst) 2025 mit der MP-17 Meca-10 Arsham Splash Titanium Sapphire endet, die auf raffinierte Weise die Vorliebe der Marke für Saphirglas, Manufakturwerke und Designer aus dem breiten Spektrum ihrer Kooperationen vereint – in diesem Fall mit dem in New York ansässigen zeitgenössischen Künstler Daniel Arsham. Arsham, der sowohl die MP-17 als auch die MP-16 Arsham Droplet entworfen hat, stützt sich bei seiner Zusammenarbeit mit Hublot darauf, das Verhalten von Wasser in exquisite Gehäuseformen zu verwandeln, was nahtlos in seinem Ansatz der „fiktionalen Archäologie“ passt.
Zwar ist jedes „Masterpiece“ für sich genommen schon exquisit, doch mein persönlicher Favorit ist bislang die MP-15 Takashi Murakami von 2024, die Hublots erstes, serienmäßig gefertigtes, zentral fliegendes Tourbillon besitzt. Angetrieben vom Kaliber HUB9015 verfügt diese Uhr über eine Gangreserve von 150 Stunden dank zweier Federhäuser, die manuell oder mit einem elektrischen Werkzeug aufgezogen werden können. Um der Vision des japanischen Künstlers voll und ganz gerecht zu werden, verwandelten die Techniker von Hublot das Tourbillon-Uhrwerk in ein kleines stilisiertes Gesicht, umgeben von 12 farbenfrohen Blütenblättern von Murakamis berühmter Blume aus Saphirglas. Die Blume dreht sich zudem mithilfe der kinetischen Energie des Handgelenks. Diese völlig neue Kreation nimmt meiner Meinung nach ihren Platz im Olymp des Hublot-Pantheons ein.
Gemäß verschiedenen Quellen erfolgt heute bis zu etwa 70 Prozent der Uhrwerkproduktion von Hublot in Eigenregie. Und auch ein Großteil der außergewöhnlichen Gehäuse – bei denen Materialien, wie das hauseigene Saphirglas, Keramik und King Gold zum Einsatz kommen – wird eigenständig hergestellt. Es lohnt sich zu wissen, dass hinter all dem Glanz und Marketing, mit dem Hublot weiterhin auftrumpft, ein außergewöhnliches Maß an technologischem Know-how steckt.
Mit anderen Worten: Wenn man Hightech-Uhrmacherkunst mit einer ungewöhnlichen Prise Glanz und Glamour mag, könnte Hublot genau die richtige Marke sein.