„Eleganz bedeutet nicht, aufzufallen, sondern in Erinnerung zu bleiben.“ Dieses Zitat wird dem Modedesigner Giorgio Armani zugeschrieben. Doch auch andere große Schöpfer luxuriöser Garderoben beschrieben mit ihrer Philosophie genau das, was eine gelungene Dress Watch ausmacht.

„Mode vergeht, Stil bleibt“, sagte beispielsweise Yves Saint Laurent. Fast schon wie eine Beschreibung einer klassischen Anzuguhr wirken auch die Aussagen von Cristóbal Balenciaga – „Eleganz ist Reduktion“ – und Bill Blass – „Schlichtheit ist die Seele moderner Eleganz“.

So subjektiv diese Eigenschaften auch sein mögen und so schwer sich die Kategorie „Dress Watch“ durch feste Parameter definieren lässt, existiert dennoch eine klare Schnittmenge, auf die sich die typischen Merkmale einer Anzuguhr verdichten lassen.

Zusammen mit unserer Auffassung, was eine Uhr mitbringen muss, um sich als stiller, stilvoller und zeitloser Begleiter zum eleganten Outfit zu beweisen, kristallisieren sich für 2026 sieben klassische Dress Watch-Kriterien heraus:

  • Gehäuse: rund, Edelmetall oder polierter Edelstahl
  • Dimensionen: max. 39 mm Durchmesser, 10 mm Höhe
  • Lünette: glatt
  • Antrieb: Mechanikwerk
  • Funktionen: Time only plus max. Datum
  • Zifferblatt: reduziertes Design, unifarben
  • Armband: Leder oder filigranes Metallband

Calatrave Ref. 2526 von Patek Philippe von 1957
Credit @ Phillips

Hier erzählen wir, warum diese Uhrenkategorie seit jeher für stilvolle Eleganz am Handgelenk steht.


Cartier: Tank Normale

Die 1917 entworfene und 1919 lancierte Tank Normale bildet bis heute das Fundament der uhrmacherischen Identität von Cartier. Ursprünglich schlicht als Tank bekannt, erhielt sie den Zusatz Normale erst mit der Einführung der rundlicheren Tank Louis Cartier. In einer Zeit, in der Armbanduhren meist noch rund und stark von Taschenuhren geprägt waren, markierte sie einen entscheidenden Schritt in die Moderne und stand in enger Verbindung zur aufkommenden Art-déco-Ästhetik.

In ihrer Ausführung für 2026 präsentiert sich die Privé Tank Normale in einem Gehäuse aus 18-karätigem Gelbgold (32,6 x 25,7 x 6,85 mm) mit Cartiers charakteristischer perlierter Krone samt Saphir-Cabochon. Prägend sind zudem die typischen parallelen Brancards (französisch für „Trage“ oder „Gestell“), die der Uhr ihre strenge Geometrie verleihen.

Das überarbeitete, horizontal satinierte Zifferblatt mit schwarzen römischen Ziffern und gebläuten Pomme-Zeigern unterstreicht den klassischen Dress-Watch-Charakter, den die Privé Tank Normale trotz ihrer eckigen Form mitbringt. Dazu passt das Handaufzugskaliber 070 (15,29 x 2,15 mm) mit 38 Stunden Gangreserve. Das gemeinsam mit Le Temps Manufacture entwickelte Werk ist das kleinste Uhrwerk im aktuellen Portfolio von Cartier.

Kombiniert wird die Privé Tank Normale mit einem dunkelgrauen Alligatorlederband mit gelbgoldener Dornschließe. Der Preis beträgt 29.600 Euro. (Klassische Dress Watch-Punkte: 6 von 7)

Chopard: L.U.C 1860 in Lucent Steel

Mit dem Mikrorotor-Kaliber L.U.C 1.96 legte Chopard 1996 den Grundstein für seine moderne Manufakturuhrmacherei. Drei Jahrzehnte später knüpft die neue L.U.C 1860 in Lucent Steel mit dem weiterentwickelten Kaliber 96.40-L (27,4 × 3,3 mm) an diese technische DNA an.

Der COSC-zertifizierte Automatikantrieb ist ausgestattet mit Twin-Federhaus, Mikrorotor aus 22-karätigem Gold, 65 Stunden Gangreserve, Sekundenstopp sowie Schwanenhalsfeinregulierung und trägt das Genfer Siegel. Es übernimmt die präzise Anzeige von Stunden, Minuten und kleiner Sekunde. Auf ein Datum wurde bewusst zugunsten der schlichten Ausstrahlung der L.U.C 1860 in Lucent Steel verzichtet.

Hervorgerufen wird diese gleichermaßen durch das klassisch proportionierte, bis drei bar wasserdichte Edelstahlgehäuse (36,5 × 8,2 mm) sowie das Zifferblatt in Areuseblau mit strahlenförmiger Guillochierung und einem satinierten Stundenring. Hinzu kommen Indizes sowie Stunden- und Minuten-Zeiger aus Weißgold. Für komfortablen Halt am Handgelenk sorgt ein anthrazitgraues Lederband mit Dornschließe. Der Preis beträgt 28.200 Euro. (Klassische Dress Watch-Punkte: 7 von 7)

Credor: Goldfeather Urushi Lacquer Dial Limited Edition

Obwohl japanischen Ursprungs – Credor wurde 1974 von Seiko als Luxusmarke eingeführt –, leitet sich der Name vom französischen Ausdruck „Crête d’Or“ ab, was so viel wie „goldener Gipfel“ bedeutet. Diesem Leitspruch folgend entstand auch die Urushi Lacquer Dial Limited Edition der 1960 eingeführten und 2023 wiederbelebten Goldfeather-Kollektion, die für extraflache Mechanikuhren im Dress-Watch-Stil steht.

Beim reduzierten Design zeigt sich der typisch japanische, hohe handwerkliche Anspruch in zahlreichen subtilen Details. So entsteht der tiefblaue Farbverlauf des Zifferblatts durch Urushi-Lack. Diese Technik wird in Japan seit über 1.000 Jahren für Kunstgegenstände, Möbel, Schalen, Schreibgeräte und heute auch für hochwertige Uhrenzifferblätter verwendet.

Beim neuen, auf 25 Exemplare limitierten Goldfeather-Modell bildet ein solches Zifferblatt die Bühne für die Schriftzüge „Credor“ und „Goldfeather“, die in der Technik des Taka-Maki-e ausgeführt sind. Dabei wird das Motiv ebenfalls mit Urushi-Lack gezeichnet und schichtweise aufgebaut, bevor es mit Edelmetallpulver – im Fall der Goldfeather mit Platinpulver – bestreut wird, um eine dreidimensionale Wirkung zu erzielen. Die dargestellte Funktionalität beschränkt sich auf die Anzeige von Stunden und Minuten.

Auch das bis drei Bar wasserdichte, klassisch runde Gehäuse (37,4 x 8,1 mm) besteht aus Platin. Es beherbergt das ultraflache Handaufzugskaliber 6890 (25,6 x 1,98 mm) mit 37 Stunden Gangreserve. Die Goldfeather Urushi Lacquer Dial Limited Edition kommt an einem schwarzen Krokodillederarmband mit Platin-Dornschließe. Der Preis beträgt 39.000 Euro. (Klassische Dress Watch-Punkte: 7 von 7)


Extra Plat Rose Gold von Daniel Roth

Hier finden Sie unsere Auswahl der schönsten Dress Watches 2025


Grand Seiko: 62GS SBGH376 „Sakura-Wakaba”

Obwohl Grand Seiko bereits 1960 von Seiko lanciert wurde, werden die Uhren erst seit 2010 außerhalb Japans vermarktet. Mit der Gründung von Grand Seiko Europe und der Boutique am Place Vendôme im Jahr 2020 stärkte die Marke ihre internationale Präsenz deutlich.

Zu den aktuellen Neuheiten zählt die 62GS SBGH376 „Sakura-Wakaba“ aus der Heritage-Kollektion. Das bis zehn Bar wasserdichte Gehäuse (38 x 12,9 mm) aus 18-karätigem Gelbgold kombiniert Zaratsu-Hochglanzpolitur mit feinem Bürstenschliff und verzichtet auf eine Lünette. Diese Architektur geht auf die 62GS aus dem Jahr 1967 zurück, die erste Automatikuhr von Grand Seiko. Dabei wird das Uhrglas direkt auf das Gehäuse gesetzt, um durch maximalen Lichteinfall eine optimierte Ablesbarkeit zu ermöglichen.

Das hellgrüne Zifferblatt wurde nach dem Mitate-Prinzip gestaltet, einem japanischen Konzept, bei dem Motive abstrakt interpretiert werden. Ein zarter Gelbton im Muster verändert je nach Lichteinfall den Eindruck.

Angetrieben wird die Uhr vom 5-Hertz-Hi-Beat-Kaliber 9S85 (28,4 x 5,9 mm) mit Automatikaufzug und 55 Stunden Gangreserve. Geliefert wird sie an einem braunen Krokodillederarmband mit Dornschließe aus Gelbgold. Die 62GS SBGH376 „Sakura-Wakaba” kostet 33.500 Euro. (Klassische Dress Watch-Punkte: 6 von 7)

Jaeger-LeCoultre: Reverso Tribute Monoface „Or Deco Solo Tempo“

Die 1931 entwickelte Reverso wurde einst konzipiert, um die Bedürfnisse der neuen sportlichen Gentlemen zu erfüllen. Genauer gesagt: jene der polospielenden Offiziere, die die Uhrmacher von Jaeger-LeCoultre vor die Herausforderung stellten, eine Uhr zu entwickeln, die den Beanspruchungen auf dem Polofeld standhalten konnte. Schnell erfreute sich die Reverso auch außerhalb des Sports großer Beliebtheit und erschien in zahlreichen Ausführungen für Herren und Damen. Geblieben sind jedoch bis heute das doppelseitige Wendegehäuse und die klaren Art-déco-Linien.

Die neue Reverso Tribute Monoface „Or Deco Solo Tempo“ folgt dabei dem Motto: Weniger ist mehr. Der Verzicht auf die kleine Sekundenanzeige reduziert das Zifferblatt auf das Wesentliche, während sich das kleinere Gehäuse (40,1 × 24,4 × 7,56 mm) aus 18-karätigem Rotgold eng an den Originalmaßen (39 × 21 mm) der 1930er-Jahre orientiert und mit sandgestrahlten Godrons verziert ist. Das fein gekörnte Zifferblatt und unterstreicht zusätzlich die monochrome Ästhetik dieser Reverso.

Diese setzt sich auch im feingliedrigen Milanaiseband aus Rotgold fort. Für einen optisch nahtlosen Übergang vom Gehäuse zum Armband wurde ein spezielles Verbindungsglied entwickelt. Auch die integrierte, stufenlos verstellbare Gleitschließe wurde von Grund auf neugestaltet. Im Inneren arbeitet das Handaufzugskaliber Jaeger-LeCoultre-Kaliber 822 (20,2 × 18 mm) mit einer Gangreserve von 42 Stunden. (Klassische Dress-Watch-Punkte: 5 von 7)

Louis Vuitton: Escale Tiger’s Eye

Die Kollektion Escale (französisch für Zwischenstopp) von Louis Vuitton hat in diesem Jahr einen Dress Watch-tauglichen Neuzugang erhalten. Der namensgebende Edelstein gilt als beschützender Talisman, der Böses abwehrt. Er zeigt Farbnuancen von Bernstein bis Dunkelbraun und kommt bei der auf 30 Exemplare limitierten Tiger’s Eye nicht nur für das Zifferblatt zum Einsatz, sondern auch für Teile des bis drei bar wasserdichten Gehäuses (40 x 8,97 mm).

In schöner Harmonie zum Tigerauge gesellt sich Gelbgold für Zeiger, Indizes, Minutenring, Bandanstöße, Lünette, Krone und Boden.

Im Inneren der Dreizeigeruhr arbeitet das Automatikkalibers LFT023 (30,6 x 4,2 mm) mit Roségold-Rotor und 50 Stunden Gangreserve. Die Escale Tiger’s Eye kommt an einem braunen Kalbslederband mit goldener Dornschließe. Sie kostet 54.500 Euro. (Klassische Dress Watch-Punkte: 5 von 7)

Nomos Glashütte: Tangente Gold neomatik 38 Update doré

Die Glashütter Manufaktur Nomos setzt seit einiger Zeit verstärkt auf Gold und bedenkt nach und nach ihre Klassiker und Topmodelle mit dem edlen Metall. Nach dem Tangente neomatik-Trio mit Goldgehäusen im 35-Millimeter-Format Ende vergangenen Jahres ist nun auch die Tangente neomatik Update in den Genuss eines Gehäuses (38,5 x 7,4 mm) aus 18-karätigem Gelbgold gekommen.

Das weiß versilberte Zifferblatt zeigt die bekannte moderne Typographie der Tangente mit goldenen Zeigern, ergänzt um das patentierte Nomos-Ringdatum, das als „Update“ bekannt ist. Diese Anzeige besteht aus einer Skala am Zifferblattrand, die den gesamten Monat auf einen Blick sichtbar macht. Der aktuelle Tag wird von zwei roten Markierungen eingerahmt, die sich entlang des äußeren Rings bewegen.

Das in der eigenen Manufaktur gefertigte neomatik-Kaliber DUW 6101 (34 x 3,6 mm) integriert die dafür erforderliche Mechanik vollständig. Es ist mit dem hauseigenen Assortiment, dem Nomos-Swing-System, ausgestattet.

Das Armband besteht aus braunem Horween Genuine Shell Cordovan, einem speziellen Pferdeleder, und ist mit einer goldenen Dornschließe ausgestattet. Der Preis lautet 12.400 Euro. (Klassische Dress Watch-Punkte: 6 von 7)

Omega: Constellation Observatory

Seit 1952 steht die Kollektion Constellation für Omegas Engagement für zertifizierte Präzision. Mit der neuen Constellation-Observatory-Modellen wird diese Tradition nicht nur fortgesetzt, sondern mit einer Innovation gekrönt: Sie sind dank einer neuen, akustischen Prüfmethode die ersten Zweizeigeruhren ohne Sekundenzeiger, die die Master-Chronometer-Zertifizierung vom METAS erhalten haben.

Von den neun Ausführungen setzt am konsequentesten die Dress Watch Qualitäten das Modell mit silberfarbenem Pie-Pan-Zifferblatt mit opalisierender Mitte und Facetten mit acht eingeprägten Rillen um. Die neu gestalteten Indizes in Drachenform sind vollständig diamantpoliert und korrespondieren mit den diamantpolierten Dauphinezeigern aus 18-karätigem Sedna-Gold.

Das Gehäuse (39,4 x 12,23 mm) aus der hauseigenen Stahllegierung O-Megasteel ist bis 3 bar wasserdicht und beherbergt das Kaliber 8914 (29 x 5,7 mm) mit Automatikaufzug und 60 Stunden Gangreserve.

Am Handgelenk gesichert wird diese Constellation Observatory mit einem dunkelgrauen Alligatorlederband mit einer Dornschließe aus Edelstahl. Der Preis beträgt 10.600 Euro. (Klassische Dress Watch-Punkte: 6 von 7)

Oris: Hölstein Edition 2026

Seit 2020 bringt Oris an jedem 1. Juni eine Hölstein-Editon auf den Markt. Benannt nach dem Sitz der Marke im Kanton Basel-Landschaft, ist sie eine Art Tagebuch und Bekenntnis zur Herkunft gleichermaßen. Das jüngste Modell basiert auf dem Re-Design der Artelier-Linie, welche in diesem Jahr wiederbelebt und als eigenständige Dress-Watch-Linie positioniert wurde.

Trotz des zurückgenommenen Designs bietet die Hölstein Edition einen echten Hingucker auf dem hellgrauen Zifferblatt: die spiegelnde kleine Sekunde. Eskortiert wird diese von geometrisch gerade geformtem, silberfarbenem Stunden- und Minutenzeiger sowie einem roten Sekundenzeiger.

Das Edelstahlgehäuse (39,5 mm x 11,1 mm) ist bis drei bar wasserdicht und beherbergt das Oris-Kaliber 401 (30 x 4,85 mm) mit Automatikaufzug und großzügiger 120-stündiger Gangreserve. Geliefert wird die Hölstein Edition 2026 mit einem grauen Wildlederband mit einer Doppelfaltschließe aus Edelstahl. (Klassische Dress Watch-Punkte: 6 von 7)

Parmigiani Fleurier: Toric Petite Seconde

Wenn man mit Parmigiani-Fleurier-CEO Guido Terreni von Angesicht zu Angesicht spricht, wird auf den ersten Blick und nach den ersten Sätzen klar: Hier ist jemand, der sich auskennt mit stiller Eleganz und formellem Stil – kleidungstechnisch ebenso wie im Uhrenbereich.

Aktuelles Beispiel ist die Toric Petite Seconde. Deren handgehämmertes Weißgold-Zifferblatt strahlt im noblen Morning Blue und beheimatet die Anzeigen Stunden, Minuten und kleine Sekunde. Die Herstellung des Blattes erfordert rund 60 Arbeitsschritte. Dabei entsteht eine leicht unregelmäßige Oberfläche, die das Licht auf lebendige Weise reflektiert. Darauf ziehen weißgoldene Stunden- und Minutenzeiger sowie der Sekundenzeiger aus rhodiniertem Edelstahl ihre präzisen Kreise.

Dazu kombiniert Parmigiani Fleurier ein bis drei bar wasserdichtes Platingehäuse (40,6 x 8,8 mm) mit typischer Toric-Lünette in gerändelter Ausführung sowie einem ebenfalls mit einer Rändelung versehenen Gehäuseboden. Es schützt das Manufakturkaliber PF780 (28,4 x 3,3 mm) mit Handaufzug und 60-stündiger Gangreserve.

Für sicheren Halt sorgt ein handgenähtes Alligatorlederband in Perlgrau mit einer Dornschließe aus Platin. Die anlässlich des 30-jährigen Bestehens von Parmigiani Fleurier auf 30 Exemplare limitierte Toric Petite Seconde kostet 84.700 Euro. (Klassische Dress Watch-Punkte: 6 von 7)

Patek Philippe: Calatrava Referenz 5227G-015

Für viele gilt die Calatrava Referenz 96 mit ihrem 30,5-Millimeter-Gehäuse von Patek Philippe aus dem Jahr 1932 als Archetyp der klassischen Dress Watch. Und auch der Calatrava-Neuzugang 2026 zeichnet sich durch elegante Schlichtheit und Understatement aus.

Zu ihren stillen Werten gehören das bis drei bar wasserdichte Weißgoldgehäuse (39 x 9,24 mm) mit schlichter, konkaver Lünette. Der Saphirglasboden wird von einem Golddeckel mit unsichtbarem Scharnier geschützt  – ein typisches Merkmal eines Officier-Gehäuses.

Im Inneren arbeitet das Kaliber 26-330 S C mit Automatikaufzug (27 x 3,32 mm), zentralem Rotor aus 21-karätigem Gold und 45 Stunden Gangreserve. Neben Stunden, Minuten und Sekunden gibt die neue Referenz 5227G-015 außerdem Auskunft über das Datum.

Abzulesen sind die Funktionen auf dem roségoldenen Opalin-Zifferblatt mit facettierten Stabindizes und Dauphine-Zeigern aus Weißgold. Am Handgelenk gesichert wird die aktuelle Calatrava mit einem schokoladenbraunen Armband aus Alligatorleder mit einer Dornschließe aus Weißgold. Der Preis lautet 43.802 Euro. (Klassische Dress Watch-Punkte: 7 von 7)

Patek Philippe: Golden Ellipse

Im Jahr 1968 brachte Patek Philippe die Golden Ellipse auf den Markt. Die Manufaktur bewies damit einmal mehr ihre gestalterische Unabhängigkeit. Denn in dieser Zeit setzten viele andere Hersteller zunehmend auf große, sportliche Uhren oder futuristische Designs.

Stattdessen orientierte sich Patek Philippe am „Goldenen Schnitt“ – einem von antiken griechischen Mathematikern entdeckten Prinzip, das den Proportionen der großartigsten Kunstwerke und Bauwerke der Geschichte zugrunde liegt. Diesem Prinzip folgt auch die Golden Ellipse, die sich in ihrer jüngsten Ausführung in zwei Größen mit tannengrünem Sonnenschliffzifferblatt sowie Weißgold-Indizes und -Zeigern präsentiert.

Die Referenz 5738G-001 (34,5 x 39,5 x 5,9 mm) und die kleinere Referenz 3738G/100G-014 (31,1 x 35,6 x 5,9 mm) sind mit einem bis drei bar wasserdichten, elliptischen Weißgoldgehäuse ausgestattet.

Dieses beherbergt das extraflache Kaliber 240 (27,5 x 2,35 mm) mit Automatikaufzug, Mikrorotor aus 22-karätigem Gold und 48 Stunden Gangreserve. Getragen werden die neuen Golden Ellipse-Uhren, welche zu den flachsten in der aktuellen Patek-Philippe-Kollektion zählen, an einem grünen Lederband mit cremefarbenen Kontrastnähten und einer Dornschließe aus Weißgold. Der Preis beträgt 39.862 bzw. 37.545 Euro. (Klassische Dress Watch-Punkte: 6 von 7)

Universal Genève: Polerouter Hardstone

Die Polerouter erschien erstmals 1954 und wurde von Gérald Genta für Universal Genève entworfen. Der einflussreiche Uhrendesigner schuf später auch Ikonen wie die Nautilus von Patek Philippe und die Royal Oak von Audemars Piguet.

Entstanden war die Polerouter im Auftrag der skandinavischen Fluggesellschaft Scandinavian Airlines, die für ihre Polarflüge eine zuverlässige Uhr suchte. Spätere Modelle erhielten das charakteristische Fadenkreuz auf dem Zifferblatt sowie das 1958 lancierte, nur 4,1 Millimeter flache Kaliber 215 – eines der ersten Mikro-Rotor-Automatikkaliber.

Unter den aktuellen Modellen empfiehlt sich besonders die Polerouter Hardstone mit einem Intarsien-Zifferblatt aus Lapislazuli als Dress Watch. Ihr blau schimmerndes Zifferblatt mit roségoldenem Stundenring und Fadenkreuz informiert über Stunden, Minuten und Sekunden.

Angetrieben wird die Polerouter Hardstone vom Automatikkaliber UG-110 (32 x 3,8 mm) mit 72 Stunden Gangreserve und Dreiviertelrotor aus Roségold. Es arbeitet in einem bis zehn Bar wasserdichten Gehäuse (39 x 9,5 mm) aus 18-karätigem Roségold. Komplettiert wird der Auftritt durch das nachtblaue Alligatorlederband mit einer Dornschließe aus Roségold. Die Polerouter mit Lapislazuli-Zifferblatt kostet 45.050 Euro. (Klassische Dress Watch-Punkte: 6 von 7)

Vacheron Constantin: Historiques American 1921

Die American 1921 entstand in einer Zeit tiefgreifender Umbrüche in nahezu allen Lebensbereichen: sozial, kulturell, ökonomisch und politisch. In Kunst, Mode und Design hielt ein neuer Geist Einzug, der sich auch im Stil der Epoche widerspiegelte. In den 1920er-Jahren eroberten zudem Armbanduhren zunehmend die Handgelenke und verdrängten die vor allem bei Männern verbreiteten Taschenuhren.

In diesem Umfeld entstand die American 1921 von Vacheron Constantin mit ihrem kissenförmigen Gehäuse und dem um 45 Grad gedrehten Zifferblatt. Sie wurde als sogenannte Driver’s Watch für den US-Markt lanciert, da das gedrehte Zifferblatt das Ablesen der Zeit mit den Händen am Lenkrad erleichterte.

Diese Melange aus Eleganz und funktionalem Avantgarde-Design wurde 2008 für die Kollektion Historiques neu aufgelegt. Die jüngste Interpretation zeigt die unverzichtbaren Kennzeichen dieses Zeitmessers, darunter die spezielle Ausrichtung des Zifferblatts und das bis 3 bar wasserdichte Kissengehäuse, in der 2026er-Ausführung aus 18-karätigem Roségold gefertigt. Besonders in der kleineren Version präsentiert sich die Uhr mit ausgesprochen Dress-Watch-tauglichen Dimensionen (36,5 × 7,41 mm), während die größere Ausführung beim Durchmesser des Gehäuses (40 x 8,06 mm) minimal darüber liegt.  

Auf dem gekörnten, silberfarbenen Zifferblatt mit azurierter kleiner Sekunde sorgen arabische Ziffern und die Minuterie in Blau sowie gebläute Zeiger für einen klassischen Kontrast. Für die präzise Anzeige von Stunden, Minuten und Sekunden sorgt das Handaufzugskaliber 4400 (28,6 × 2,8 mm) mit einer Gangreserve von 65 Stunden. Es ist gedreht im Gehäuse verbaut, um die Funktionen optimal an das asymmetrische Design der Uhr anzupassen. Getragen wird die Historique American 1921 an einem dunkelbraunen Lederband mit Dornschließe aus 18-karätigem Roségold. Der Preis lautet 36.500 Euro. (Klassische Dress-Watch-Punkte: 5 von 7)

Zenith: G.F.J. Calibre 135

Zum 160-jährigen Bestehen von Zenith kehrte im vergangenen Jahr das Kaliber 135 in der neuen G.F.J.-Kollektion von Zenith zurück: eine Hommage an das mehrfach prämierte Kaliber, das von 1949 bis 1962 in zwei unterschiedlichen Versionen produziert wurde. Die für Observatoriums-Wettbewerbe hergestellte Variante 135-O erhielt über 235 Chronometrie-Preise.

Die modernisierte und COSC-zertifizierte Variante des Handaufzugswerks 135 (30 x 5 mm) bietet 72 Stunden Gangreserve und schwingt mit gemächlichen 2,5 Hertz.

Schutz bietet bei dieser neuen Version der G.F.J. Calibre 135 das bis fünf bar wasserdichte Gehäuse (39,15 x 10,5 mm) aus Tantal. Das blaugrau schimmernde Übergangsmetall hat eine hohe Dichte, ist äußerst korrosionsbeständig und hypoallergen. Und es hat eine vornehm-elegante Ausstrahlung.

Damit harmoniert das Zifferblatt aus Onyx mit „Backstein“-Guillochierung, kleiner Sekunde aus grauem Perlmutt und elf Diamantindizes. Getragen wird diese G.F.J. Calibre 135 an einem blauen Nubuk-Alligatorband. Der Preis beträgt 82.700 Euro. (Klassische Dress Watch-Punkte: 6 von 7)

0 Comments
Meist bewertet
Neueste Älteste
0
Teilen Sie gerne Ihre Meinung mit uns.x